{"id":"3288254f3b1abce820d92d1eb1ba1f3d","file_name":"TCVS-20241128-P2-24-81-20250224-799.pdf","file_path_display":null,"description":null,"language":{"id":"fr","text":"Französisch"},"kind":"document","document_type":"pdf","object_type":null,"tribunal":{"id":1,"abbreviation":"KGVS","text":"Kantonsgericht"},"date_decision":"2024-11-28","date_publication":"2025-02-24","date_file_modification":null,"object_code":"799","case_number":{"id":"P2 24 81","text":"P2 24 81"},"case_instance":{"id":5,"text":"S2 Strafrecht anderes"},"case_year":2024,"case_increment":81,"is_zwr":false,"zwr_year":null,"zwr_page_start":null,"zwr_page_end":null,"page_count":7,"legal_nature":{"id":128,"text":"Diverses"},"president":null,"clerk":null,"rapporteur":null,"metadata_jurivoc":[{"id":322,"text":"ABZUG"},{"id":390,"text":"AKP"},{"id":600,"text":"ANMERKUNG"},{"id":653,"text":"ANSTIFTUNG"},{"id":1205,"text":"BEENDIGUNG"},{"id":1241,"text":"BEHÖRDE"},{"id":1312,"text":"BERECHTIGTER"},{"id":1394,"text":"BESCHULDIGTER"},{"id":1527,"text":"BETRUG"},{"id":1571,"text":"BEZIRK"},{"id":1781,"text":"BUNDESGERICHT"},{"id":2243,"text":"DISPOSITIV"},{"id":2307,"text":"DRITTER"},{"id":2448,"text":"EIGENTUM"},{"id":2661,"text":"ENDENTSCHEID"},{"id":2707,"text":"ENTSCHEID"},{"id":2789,"text":"ERHALTUNG"},{"id":2865,"text":"ERSETZUNG"},{"id":2870,"text":"ERSTE INSTANZ"},{"id":3290,"text":"FORDERUNG(SCHULDVERHÄLTNIS)"},{"id":3367,"text":"FREIHEITSSTRAFE"},{"id":3406,"text":"FRIST"},{"id":3530,"text":"GEGENLEISTUNG"},{"id":3577,"text":"GEMEINDE"},{"id":3716,"text":"GESCHÄDIGTER"},{"id":3841,"text":"GEWERBSMÄSSIG"},{"id":3948,"text":"GRUND"},{"id":3949,"text":"GRUNDBUCH"},{"id":3981,"text":"GRUNDSTÜCK"},{"id":4045,"text":"HAFTSTRAFE"},{"id":4653,"text":"KANTON"},{"id":4689,"text":"KANTONSGERICHT"},{"id":4993,"text":"KONSERVATORIUM"},{"id":5014,"text":"KONTOKORRENT"},{"id":5741,"text":"MITEIGENTUM"},{"id":5744,"text":"MITEIGENTUMSANTEIL"},{"id":5782,"text":"MONAT"},{"id":5993,"text":"NI"},{"id":6235,"text":"ORT"},{"id":6386,"text":"PERSON"},{"id":6603,"text":"PRÄSIDENT"},{"id":6707,"text":"PROVISORISCH"},{"id":6875,"text":"RECHTSANWALT"},{"id":6876,"text":"RECHTSANWENDUNG"},{"id":6911,"text":"RECHTSKRAFT(ENTSCHEID)"},{"id":7534,"text":"SCHWEIZERISCHE STRAFPROZESSORDNUNG"},{"id":7676,"text":"SITTEN"},{"id":7800,"text":"SPERRUNG"},{"id":7887,"text":"STAATSANWALT"},{"id":8080,"text":"STRAFBARE HANDLUNG"},{"id":8325,"text":"TÄTIGKEIT"},{"id":8406,"text":"TERMIN"},{"id":8793,"text":"UMSTÄNDE"},{"id":8884,"text":"UNGETREUE GESCHÄFTSBESORGUNG"},{"id":9093,"text":"VERBRECHEN"},{"id":9128,"text":"VERFAHREN"},{"id":9132,"text":"VERFAHRENSBETEILIGTER"},{"id":9186,"text":"VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT"},{"id":9279,"text":"VERORDNUNG"},{"id":9523,"text":"VERTEIDIGUNG"},{"id":9561,"text":"VERTRETENER"},{"id":9576,"text":"VERUNTREUUNG"},{"id":9579,"text":"VERURTEILTER"},{"id":9580,"text":"VERURTEILUNG"},{"id":9616,"text":"VERWENDUNG ZUGUNSTEN DES GESCHÄDIGTEN"},{"id":9787,"text":"VORTEIL"},{"id":9861,"text":"WALLIS"},{"id":9871,"text":"WARENFÄLSCHUNG"},{"id":10137,"text":"ZAHLUNG"},{"id":10316,"text":"ZUSTÄNDIGKEIT"},{"id":10344,"text":"ZWEIFEL"}],"metadata_lex_ch":[{"id":"311.0","law":{"systematic_id":"311.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de","title":"Schweizerisches Strafgesetzbuch","abbreviation":"StGB"},"articles":{"art_49":{"art_id":"art_49","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_49","title":"Art. 49","content":"<article id=\"art_49\"><a name=\"a49\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_49\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_49\" routerlink=\"./\"><b>Art. 49</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzun­gen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden.</p><p> Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären.</p><p> Hat der Täter eine oder mehrere Taten vor Vollendung des 18. Al­ters­jahres begangen, so dürfen diese bei der Bildung der Gesamtstrafe nach den Absätzen 1 und 2 nicht stärker ins Gewicht fallen, als wenn sie für sich allein beurteilt worden wären.</p></div></article>"},"art_70":{"art_id":"art_70","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_70","title":"Art. 70","content":"<article id=\"art_70\"><a name=\"a70\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_70\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_70\" routerlink=\"./\"><b>Art. 70</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Das Gericht verfügt die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine Straftat erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt werden.</p><p> Die Einziehung ist ausgeschlossen, wenn ein Dritter die Vermögenswerte in Unkenntnis der Einziehungsgründe erworben hat und soweit er für sie eine gleichwertige Gegenleistung erbracht hat oder die Einziehung ihm gegenüber sonst eine unverhältnismässige Härte darstellen würde.</p><p> Das Recht zur Einziehung verjährt nach sieben Jahren; ist jedoch die Verfolgung der Straftat einer längeren Verjährungsfrist unterworfen, so findet diese Frist auch auf die Einziehung Anwendung.</p><p> Die Einziehung ist amtlich bekannt zu machen. Die Ansprüche Verletzter oder Dritter erlöschen fünf Jahre nach der amtlichen Bekanntmachung.</p><p> Lässt sich der Umfang der einzuziehenden Vermögenswerte nicht oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand ermitteln, so kann das Gericht ihn schätzen.</p></div></article>"}}},{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de","title":"Schweizerische Strafprozessordnung","abbreviation":"StPO"},"articles":{"art_198":{"art_id":"art_198","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_198","title":"Art. 198 Zuständigkeit","content":"<article id=\"art_198\"><a name=\"a198\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_198\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_198\" routerlink=\"./\"><b>Art. 198</b> Zuständigkeit </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Zwangsmassnahmen können anordnen:</p><dl><dt>a. </dt><dd>die Staatsanwaltschaft;</dd><dt>b. </dt><dd>die Gerichte, in dringenden Fällen ihre Verfahrensleitung;</dd><dt>c. </dt><dd>die Polizei in den gesetzlich vorgesehenen Fällen.</dd></dl><p> Bund und Kantone können die Befugnis der Polizei, Zwangsmassnahmen anzuordnen und durchzuführen, Polizeiangehörigen mit einem bestimmten Grad oder einer bestimmten Funktion vorbehalten.</p></div></article>"},"art_263":{"art_id":"art_263","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_263","title":"Art. 263 Grundsatz","content":"<article id=\"art_263\"><a name=\"a263\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_263\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_263\" routerlink=\"./\"><b>Art. 263</b> Grundsatz </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Gegenstände und Vermögenswerte einer beschuldigten Person oder einer Drittperson können beschlagnahmt werden, wenn die Gegenstände und Vermögenswerte voraussichtlich:</p><dl><dt>a. </dt><dd>als Beweismittel gebraucht werden;</dd><dt>b. </dt><dd>zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen gebraucht werden;</dd><dt>c. </dt><dd>den Geschädigten zurückzugeben sind;</dd><dt>d. </dt><dd>einzuziehen sind.</dd></dl><p> Die Beschlagnahme ist mit einem schriftlichen, kurz begründeten Befehl anzuordnen. In dringenden Fällen kann sie mündlich angeordnet werden, ist aber nachträglich schriftlich zu bestätigen.</p><p> Ist Gefahr im Verzug, so können die Polizei oder Private Gegenstände und Ver­mögenswerte zuhanden der Staatsanwaltschaft oder der Gerichte vorläufig sicherstellen.</p></div></article>"},"art_267":{"art_id":"art_267","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_267","title":"Art. 267 Entscheid über die beschlagnahmten Gegenstände  und Vermögenswerte","content":"<article id=\"art_267\"><a name=\"a267\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_267\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_267\" routerlink=\"./\"><b>Art. 267</b> Entscheid über die beschlagnahmten Gegenstände  und Vermögenswerte </a></h6><div class=\"collapseable\"> <br/><p> Ist der Grund für die Beschlagnahme weggefallen, so hebt die Staatsanwaltschaft oder das Gericht die Beschlagnahme auf und händigt die Gegenstände oder Vermögenswerte der berechtigten Person aus.</p><p> Ist unbestritten, dass ein Gegenstand oder Vermögenswert einer bestimmten Person durch die Straftat unmittelbar entzogen worden ist, so gibt die Strafbehörde ihn der berechtigten Person vor Abschluss des Verfahrens zurück.</p><p> Ist die Beschlagnahme eines Gegenstandes oder Vermögenswertes nicht vorher aufgehoben worden, so ist über seine Rückgabe an die berechtigte Person, seine Verwendung zur Kostendeckung oder über seine Einziehung im Endentscheid zu befinden.</p><p> Erheben mehrere Personen Anspruch auf Gegenstände oder Vermögenswerte, deren Beschlagnahme aufzuheben ist, so kann das Gericht darüber entscheiden.</p><p> Die Strafbehörde kann die Gegenstände oder Vermögenswerte einer Person zusprechen und den übrigen Ansprecherinnen oder Ansprechern Frist zur Anhebung von Zivilklagen setzen.</p><p> Sind im Zeitpunkt der Aufhebung der Beschlagnahme die Berechtigten nicht bekannt, so schreibt die Staatsanwaltschaft oder das Gericht die Gegenstände oder Vermögenswerte zur Anmeldung von Ansprüchen öffentlich aus. Erhebt innert fünf Jahren seit der Ausschreibung niemand Anspruch, so fallen die beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte an den Kanton oder den Bund.</p></div></article>"},"art_299":{"art_id":"art_299","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_299","title":"Art. 299 Begriff und Zweck","content":"<article id=\"art_299\"><a name=\"a299\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_299\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_299\" routerlink=\"./\"><b>Art. 299</b> Begriff und Zweck </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Das Vorverfahren besteht aus dem Ermittlungsverfahren der Polizei und der Untersuchung der Staatsanwaltschaft.</p><p> Im Vorverfahren werden, ausgehend vom Verdacht, es sei eine Straftat begangen worden, Erhebungen getätigt und Beweise gesammelt, um festzustellen, ob:</p><dl><dt>a. </dt><dd>gegen eine beschuldigte Person ein Strafbefehl zu erlassen ist;</dd><dt>b. </dt><dd>gegen eine beschuldigte Person Anklage zu erheben ist;</dd><dt>c. </dt><dd>das Verfahren einzustellen ist.</dd></dl></div></article>"},"art_421":{"art_id":"art_421","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_421","title":"Art. 421 Kostenentscheid","content":"<article id=\"art_421\"><a name=\"a421\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_421\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_421\" routerlink=\"./\"><b>Art. 421</b> Kostenentscheid </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Strafbehörde legt im Endentscheid die Kostenfolgen fest.</p><p> Sie kann diese Festlegung vorwegnehmen in:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Zwischenentscheiden;</dd><dt>b. </dt><dd>Entscheiden über die teilweise Einstellung des Verfahrens;</dd><dt>c. </dt><dd>Entscheiden über Rechtsmittel gegen Zwischen- und Einstellungsentscheide.</dd></dl></div></article>"}}}],"metadata_lex_atf":[{"id":1322,"title":"BGE 139 IV 250","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-IV-250%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Art. 90 Abs. 3 und 4, <span class=\"artref\">Art. 90a SVG</span>; Art. 196 f., <span class=\"artref\">Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO</span>; \"Via sicura\"; Einziehungsbeschlagnahme nach qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung (Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit ausserorts um 69 km/h).  <div class=\"paratf\">Die Einziehungsbeschlagnahme setzt (wie bisher) voraus, dass ein konkreter Tatverdacht besteht, die Verhältnismässigkeit gewahrt wird und die Einziehung nicht bereits aus materiellrechtlichen Gründen offensichtlich unzulässig erscheint (E. 2.1). </div>\n<div class=\"paratf\">Bei qualifiziert groben Verkehrsregelverletzungen im Sinn von <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/741.01/90/4\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90/3\" type=\"start\"></artref>Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG</span><artref id=\"CH/741.01/90/4\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/741.01/4\" type=\"end\"></artref> dürfte die Einziehungsvoraussetzung von <span class=\"artref\">Art. 90a Abs. 1 lit. a SVG</span> in der Regel erfüllt sein. Für die kumulativ zu erfüllende Voraussetzung von lit. b hat das Gericht im Sinne einer Gefährdungsprognose zu prüfen, ob die Einziehung des Tatfahrzeugs geeignet ist, den Täter vor weiteren groben Verkehrswidrigkeiten abzuhalten. In concreto sind beide Voraussetzungen erfüllt (E. 2.3.3 und 2.3.4). </div>\n<div class=\"paratf\">Prüfung der Beschlagnahme unter Verhältnismässigkeitsgesichtspunkten (E. 2.4). </div>\n</div>"},{"id":1593,"title":"BGE 140 IV 57","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-IV-57%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Strafprozessuale Zwangsmassnahmen (<span class=\"artref\"><artref id=\"CH/312.0/196\" type=\"start\"></artref>Art. 196 ff. und 263 ff. StPO</span><artref id=\"CH/312.0/263\" type=\"end\"></artref>); Überprüfung durch das Bundesgericht mit freier Kognition (<span class=\"artref\"><artref id=\"CH/101/36\" type=\"start\"></artref>Art. 36 und 190 BV</span><artref id=\"CH/101/190\" type=\"end\"></artref>, Art. 95 lit. a, <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/173.110/106/2\" type=\"start\"></artref>Art. 98 und 106 Abs. 2 BGG</span><artref id=\"CH/173.110/98\" type=\"end\"></artref>).  <div class=\"paratf\">Das Bundesgericht überprüft Entscheide über strafprozessuale Zwangsmassnahmen mit freier Kognition (<span class=\"artref\"><artref id=\"CH/312.0/196/c\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/312.0/196/a\" type=\"start\"></artref>Art. 196 lit. a-c StPO</span><artref id=\"CH/312.0/196/c\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/312.0/c\" type=\"end\"></artref>). Die nach <span class=\"artref\">Art. 98 BGG</span> (für vorsorgliche Massnahmen) vorgeschriebene Beschränkung der Rügegründe und das Rügeprinzip im Sinne von <span class=\"artref\">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> sind nicht anwendbar. Dies gilt auch für die Beschlagnahme von Gegenständen oder Vermögenswerten (<span class=\"artref\">Art. 263 ff. StPO</span>; E. 2.2). </div>\n</div>"},{"id":1604,"title":"BGE 140 IV 133","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-IV-133%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Art. 90 Abs. 2, 3 und 4, <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/741.01/90^a/b\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90^a/1/b\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90^a/1/a\" type=\"start\"></artref>Art. 90a Abs. 1 lit. a und b SVG</span><artref id=\"CH/741.01/90^a/1/b\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90^a/b\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/741.01/b\" type=\"end\"></artref>; <span class=\"artref\">Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO</span>; Sicherungs-Einziehungsbeschlagnahme eines geleasten Motorfahrzeuges (\"Via sicura\").  <div class=\"paratf\">Die Einziehungsvoraussetzungen von <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/741.01/90^a/b\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90^a/1/b\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90^a/1/a\" type=\"start\"></artref>Art. 90a Abs. 1 lit. a und b SVG</span><artref id=\"CH/741.01/90^a/1/b\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90^a/b\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/741.01/b\" type=\"end\"></artref> sind nicht vom Beschlagnahmerichter im Untersuchungsverfahren abschliessend zu beurteilen. Für eine Beschlagnahme genügt, dass im aktuellen Verfahrensstadium nicht ausgeschlossen scheint, dass der Strafrichter die materiellen Einziehungsvoraussetzungen bejahen könnte. Besteht der Tatverdacht einer qualifiziert groben Verkehrsregelverletzung (im Sinne von <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/741.01/90/4\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/741.01/90/3\" type=\"start\"></artref>Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG</span><artref id=\"CH/741.01/90/4\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/741.01/4\" type=\"end\"></artref>), sind die Voraussetzungen von <span class=\"artref\">Art. 90a Abs. 1 lit. a SVG</span> grundsätzlich erfüllt. Im Beschlagnahmeverfahren kann offenbleiben, ob diese Bestimmung bei qualifiziert groben Verkehrsregelverletzungen auch noch ein kumulatives Erfordernis der \"Skrupellosigkeit\" verlangt. Unter dem Gesichtspunkt von <span class=\"artref\">Art. 90a Abs. 1 lit. b SVG</span> prüft der Beschlagnahmerichter, ob der Lenker mit dem benutzten Motorfahrzeug künftig die Verkehrssicherheit gefährden bzw. ob die Einziehungsbeschlagnahme des Fahrzeuges geeignet sein könnte, den Lenker vor weiteren groben Verkehrswidrigkeiten abzuhalten. Eine Sicherungs-Einziehungsbeschlagnahme ist auch bei Motorfahrzeugen im Eigentum von Dritten grundsätzlich zulässig, wenn das verwendete Fahrzeug weiterhin für den Lenker verfügbar und die Beschlagnahme dazu geeignet ist, weitere grobe Verkehrsregelverletzungen zu verhindern bzw. zumindest zu verzögern oder zu erschweren (E. 3 und 4). </div>\n</div>"},{"id":1875,"title":"BGE 141 IV 360","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-360%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 12 BV</span> und <span class=\"artref\">Art. 268 StPO</span>; Beschlagnahme zur Kostendeckung.  <div class=\"paratf\">Bei der Beschlagnahme zur Kostendeckung müssen die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Beschuldigten berücksichtigt und Vermögenswerte ausgenommen werden, die nach den <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/281.1/92\" type=\"start\"></artref>Art. 92-94 SchKG</span><artref id=\"CH/281.1/94\" type=\"end\"></artref> nicht pfändbar sind (<span class=\"artref\"><artref id=\"CH/312.0/268/3\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/312.0/268/2\" type=\"start\"></artref>Art. 268 Abs. 2 und 3 StPO</span><artref id=\"CH/312.0/268/3\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/312.0/3\" type=\"end\"></artref>). Diese Prüfung trägt dem Verhältnismässigkeitsprinzip und dem Grundrecht auf Gewährleistung des Existenzminimums Rechnung (E. 3.1). </div>\n</div>"},{"id":2469,"title":"BGE 143 IV 357","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-357%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\"><artref id=\"CH/173.110/46\" type=\"start\"></artref>Art. 46, 100 BGG</span><artref id=\"CH/173.110/100\" type=\"end\"></artref>, 263 StPO und 46 VStrR; Zwischenentscheide und vorsorgliche Massnahmen.  <div class=\"paratf\">Bei Entscheiden über Beschlagnahmungen und Entsiegelungen handelt es sich zwar um Zwischenentscheide. Nur die ersteren sind jedoch als \"andere vorsorgliche Massnahmen\" im Sinne von <span class=\"artref\">Art. 46 Abs. 2 BGG</span> einzustufen. Der Fristenstillstand (sogenannte \"Gerichtsferien\") gemäss <span class=\"artref\">Art. 46 Abs. 1 BGG</span> ist daher auf die Anordnung (E. 1.2.1) bzw. Verweigerung oder Aufhebung von Beschlagnahmungen nicht anwendbar (E. 1.2.3) . </div>\n</div>"},{"id":2892,"title":"BGE 145 IV 80","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-IV-80%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 96 Abs. 1 StPO</span>; Bekanntgabe und Verwendung von Personendaten bei hängigem Strafverfahren.  <div class=\"paratf\">Die Strafbehörden sind nach <span class=\"artref\">Art. 96 Abs. 1 StPO</span> berechtigt, Personendaten aus einem hängigen Strafverfahren zwecks Verwendung in einem anderen hängigen Straf-, Zivil- oder Verwaltungsverfahren von sich aus weiterzugeben, wenn anzunehmen ist, dass die Daten wesentliche Aufschlüsse geben könnten und der Bekanntgabe keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (E. 1.4). </div>\n</div>"},{"id":2910,"title":"BGE 145 IV 237","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-IV-237%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB</span> in Verbindung mit <span class=\"artref\">Art. 70 StGB</span>; Zusprechung von Vermögenswerten, die infolge strafbarer Handlungen gegen Individualinteressen, namentlich Eigentum und Vermögen, eingezogen worden sind, an den Geschädigten; Aktivlegitimation des Versicherers, der den Geschädigten entschädigt hat.  <div class=\"paratf\">Wenn aus einer strafbaren Handlung gegen individuelle Rechtsgüter des Geschädigten, namentlich Eigentum und Vermögen, erlangte Vermögenswerte nach <span class=\"artref\">Art. 70 StGB</span> eingezogen werden, lässt <span class=\"artref\">Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB</span> es zu, ihm diese subsidiär, anstelle der direkten Aushändigung nach Art. 70 Abs. 1 a.E. StGB, zuzusprechen (E. 3.2 und 3.3). Der Versicherer, der den Geschädigten entschädigt hat, kann seinerseits die in <span class=\"artref\">Art. 73 Abs. 1 lit. b StGB</span> vorgesehene Zusprechung an sich verlangen (E. 5.1). </div>\n</div>"}],"metadata_lex_atf_other":[{"id":4092,"title":"1B_660/2020","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=4&from_date=&to_date=25.03.2021&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=38&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F25-03-2021-1B_660-2020&number_of_ranks=139137"}],"metadata_lex_vs":[],"metadata_lex_rvj":[]}