{"id":"6d0c2a6c6944d1ec1b57bf4591886c47","file_name":"TCVS-20240624-P1-22-123-20241007-550.pdf","file_path_display":null,"description":null,"language":{"id":"fr","text":"Französisch"},"kind":"document","document_type":"pdf","object_type":null,"tribunal":{"id":1,"abbreviation":"KGVS","text":"Kantonsgericht"},"date_decision":"2024-06-24","date_publication":"2024-10-07","date_file_modification":null,"object_code":"550","case_number":{"id":"P1 22 123","text":"P1 22 123"},"case_instance":{"id":4,"text":"S1 Strafrecht ordentlich"},"case_year":2022,"case_increment":123,"is_zwr":false,"zwr_year":null,"zwr_page_start":null,"zwr_page_end":null,"page_count":8,"legal_nature":{"id":106,"text":"Sexuelle Integrität"},"president":null,"clerk":null,"rapporteur":null,"metadata_jurivoc":[{"id":277,"text":"ABRUFVERFAHREN"},{"id":319,"text":"ABWESENHEIT"},{"id":357,"text":"ADRESSE"},{"id":391,"text":"AKTE"},{"id":465,"text":"ALTER"},{"id":504,"text":"AMTLICHE 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nicht anders, so ist der Höchstbetrag der Busse 10 000 Franken.</p><p> Der Richter spricht im Urteil für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei Monaten aus.</p><p> Das Gericht bemisst Busse und Ersatzfreiheitsstrafe je nach den Verhältnissen des Täters so, dass dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist.</p><p> Die Ersatzfreiheitsstrafe entfällt, soweit die Busse nach­träglich bezahlt wird.</p><p> Auf den Vollzug und die Umwandlung sind die Artikel 35 und 36 Absätze 2–5 sinngemäss anwendbar.</p></div></article>"},"art_197":{"art_id":"art_197","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197","title":"Art. 197","content":"<article id=\"art_197\"><a name=\"a197\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197\" routerlink=\"./\"><b>Art. 197</b></a><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197\" routerlink=\"./\"> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände solcher Art oder pornografische Vorführungen einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 öffentlich ausstellt oder zeigt oder sie sonst jemandem unaufgefordert anbietet, wird mit Busse bestraft. Wer die Besucher von Ausstellungen oder Vorführungen in geschlossenen Räumen im Voraus auf deren pornografischen Charakter hinweist, bleibt straflos.</p><p> Wer eine minderjährige Person anwirbt, damit diese an einer pornografischen Vorführung mitwirkt, oder wer sie zur Mitwirkung an einer derartigen Vorführung veranlasst, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, herstellt, einführt, lagert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Haben die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, konsumiert oder zum eigenen Konsum herstellt, einführt, lagert, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Haben die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geld­strafe.</p><p> Bei Straftaten nach den Absätzen 4 und 5 werden die Gegenstände eingezogen.</p><p> Handelt der Täter mit Bereicherungsabsicht, so ist mit Freiheitsstrafe eine Geldstrafe zu verbinden.</p><p> Minderjährige von mehr als 16 Jahren bleiben straflos, wenn sie voneinander einvernehmlich Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 herstellen, diese besitzen oder konsumieren.</p><p> Gegenstände oder Vorführungen im Sinne der Absätze 1–5 sind nicht pornografisch, wenn sie einen schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert haben.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e10633\"> Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BB vom 27. Sept. 2013 (Lanzarote-Konvention), in Kraft seit 1. Juli 2014 (<a href=\"eli/oc/2014/248/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2014</b> 1159</a>; <a href=\"eli/fga/2012/1181/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 7571</a>).</p></div></div></article>"},"art_42":{"art_id":"art_42","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_42","title":"Art. 42","content":"<article id=\"art_42\"><a name=\"a42\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_42\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_42\" routerlink=\"./\"><b>Art. 42</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten.</p><p> Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen.</p><p> Die Gewährung des bedingten Strafvollzuges kann auch verweigert werden, wenn der Täter eine zumutbare Schadenbehebung unterlassen hat.</p><p> Eine bedingte Strafe kann mit einer Busse nach Artikel 106 verbunden werden.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e1488\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (<a href=\"eli/oc/2016/249/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2016</b> 1249</a>; <a href=\"eli/fga/2012/670/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 4721</a>).</p><p id=\"fn-d6e1508\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (<a href=\"eli/oc/2016/249/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2016</b> 1249</a>; <a href=\"eli/fga/2012/670/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 4721</a>).</p><p id=\"fn-d6e1532\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (<a href=\"eli/oc/2016/249/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2016</b> 1249</a>; <a href=\"eli/fga/2012/670/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 4721</a>).</p></div></div></article>"},"art_44":{"art_id":"art_44","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_44","title":"Art. 44","content":"<article id=\"art_44\"><a name=\"a44\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_44\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_44\" routerlink=\"./\"><b>Art. 44</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teil­weise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren.</p><p> Für die Dauer der Probezeit kann das Gericht Bewährungshilfe anordnen und Weisungen erteilen.</p><p> Das Gericht erklärt dem Verurteilten die Bedeutung und die Folgen der bedingten und der teilbedingten Strafe.</p></div></article>"},"art_46":{"art_id":"art_46","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_46","title":"Art. 46","content":"<article id=\"art_46\"><a name=\"a46\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_46\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_46\" routerlink=\"./\"><b>Art. 46</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe. Sind die widerrufene und die neue Strafe gleicher Art, so bildet es in sinngemässer Anwendung von Artikel 49 eine Gesamt­strafe.</p><p> Ist nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen oder die Probezeit um höchstens die Hälfte der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern. Für die Dauer der verlängerten Probezeit kann das Gericht Bewährungshilfe anordnen und Weisungen erteilen. Erfolgt die Verlängerung erst nach Ablauf der Probezeit, so be­ginnt sie am Tag der Anordnung.</p><p> Das zur Beurteilung des neuen Verbrechens oder Vergehens zuständige Gericht entscheidet auch über den Widerruf.</p><p> Entzieht sich der Verurteilte der Bewährungshilfe oder missachtet er die Weisungen, so ist Artikel 95 Absätze 3–5 anwendbar.</p><p> Der Widerruf darf nicht mehr angeordnet werden, wenn seit dem Ablauf der Probezeit drei Jahre vergangen sind.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e1673\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (<a href=\"eli/oc/2016/249/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2016</b> 1249</a>; <a href=\"eli/fga/2012/670/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 4721</a>).</p></div></div></article>"},"art_47":{"art_id":"art_47","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_47","title":"Art. 47","content":"<article id=\"art_47\"><a name=\"a47\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_47\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_47\" routerlink=\"./\"><b>Art. 47</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters.</p><p> Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefähr­dung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden.</p></div></article>"},"art_67":{"art_id":"art_67","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_67","title":"Art. 67","content":"<article id=\"art_67\"><a name=\"a67\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_67\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_67\" routerlink=\"./\"><b>Art. 67</b></a><a fragment=\"#art_67\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_67\" routerlink=\"./\"> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Hat jemand in Ausübung einer beruflichen oder einer organisierten ausserberuflichen Tätigkeit ein Verbrechen oder Vergehen begangen, für das er zu einer Freiheitsstrafe von über sechs Monaten verurteilt worden ist, und besteht die Gefahr, dass er seine Tätigkeit zur Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen missbrauchen wird, so kann ihm das Gericht die betreffende oder vergleichbare Tätigkeiten für sechs Monate bis zu fünf Jahren ganz oder teilweise verbieten.</p><p> Hat jemand gegen einen Minderjährigen oder eine andere besonders schutzbedürftige Person ein Verbrechen oder Vergehen begangen und besteht die Gefahr, dass er in Ausübung einer beruflichen oder einer organisierten ausserberuflichen Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt mit Minderjährigen oder mit anderen besonders schutzbedürftigen Personen umfasst, weitere Straftaten dieser Art begeht, so kann ihm das Gericht die betreffende Tätigkeit für ein Jahr bis zehn Jahre verbieten.</p><p> Das Gericht kann das Verbot nach Absatz 2 lebenslänglich verhängen, wenn zu erwarten ist, dass die Dauer von zehn Jahren nicht ausreicht, damit vom Täter keine Gefahr mehr ausgeht.<i> </i>Es kann ein zeitlich befristetes Verbot nach Absatz 2 auf Antrag der Vollzugsbehörde jeweils um höchstens fünf Jahre verlängern, wenn dies notwendig ist, um den Täter von weiteren Verbrechen und Vergehen, wie sie Anlass für das Verbot waren, abzuhalten.</p><p> Wird jemand wegen einer der nachfolgenden Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder wird deswegen gegen ihn eine Massnahme nach den Artikeln 59–61, 63 oder 64 angeordnet, so verbietet ihm das Gericht lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst: </p><dl><dt>a. </dt><dd>Menschenhandel (Art. 182), sofern er die Straftat zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung an einem minderjährigen Opfer begangen hat; </dd><dt>b. </dt><dd>sexuelle Handlungen mit Kindern (Art. 187), sexuelle Handlungen mit Abhängigen (Art. 188) oder sexuelle Handlungen mit Minderjährigen gegen Entgelt (Art. 196);</dd><dt>c. </dt><dd>sexuelle Nötigung (Art. 189), Vergewaltigung (Art. 190), Schändung (Art. 191), sexuelle Handlungen mit Anstaltspfleglingen, Gefangenen, Beschuldigten (Art. 192), Ausnützung der Notlage (Art. 193), Exhibitionismus (Art. 194), Förderung der Prostitution (Art. 195) oder sexuelle Belästigungen (Art. 198), sofern er die Straftat an oder vor einem minderjährigen Opfer begangen hat;</dd><dt>d. </dt><dd>Pornografie (Art. 197):<dl><dt>1. </dt><dd>nach Artikel 197 Absatz 1 oder 3,</dd><dt>2. </dt><dd>nach Artikel 197 Absatz 4 oder 5, sofern die Gegenstände oder Vorführungen sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt hatten.</dd></dl></dd></dl><p> Wird jemand wegen einer der nachfolgenden Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder wird deswegen gegen ihn eine Massnahme nach den Artikeln 59–61, 63 oder 64 angeordnet, so verbietet ihm das Gericht lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu volljährigen, besonders schutzbedürftigen Personen umfasst, sowie jede berufliche oder jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit im Gesundheitsbereich mit direktem Patientenkontakt: </p><dl><dt>a. </dt><dd>Menschenhandel (Art. 182) zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, sexuelle Nötigung (Art. 189), Vergewaltigung (Art. 190), Schändung (Art. 191), sexuelle Handlungen mit Anstaltspfleglingen, Gefangenen, Beschuldigten (Art. 192), Ausnützung der Notlage (Art. 193), Exhibitionismus (Art. 194), Förderung der Prostitution (Art. 195) oder sexuelle Belästigungen (Art. 198), sofern er die Straftat begangen hat an oder vor:<dl><dt>1. </dt><dd>einem volljährigen, besonders schutz­bedürftigen Opfer, oder</dd><dt>2. </dt><dd>einem volljährigen nicht besonders schutzbedürftigen Opfer, das zum Wider­stand unfähig oder urteilsunfähig war oder sich aufgrund einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit nicht zu Wehr setzen konnte;</dd></dl></dd><dt>b. </dt><dd>Pornografie (Art. 197 Abs. 2 erster Satz und Abs. 4 oder 5), sofern die Gegenstände oder Vorführungen zum Inhalt hatten:<dl><dt>1. </dt><dd>sexuelle Handlungen mit volljährigen, besonders schutzbedürftigen Opfern, oder </dd><dt>2. </dt><dd>sexuelle Handlungen mit volljähri­gen, nicht besonders schutzbedürftigen Opfern, die zum Widerstand unfähig oder urteilsunfähig waren oder sich aufgrund einer körperlichen oder psychischen Ab­hängigkeit nicht zur Wehr setzen konnten.</dd></dl></dd></dl><p> Das Gericht kann in besonders leichten Fällen ausnahmsweise von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes nach Absatz 3 oder 4 absehen, wenn ein solches Verbot nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten, wie sie Anlass für das Verbot sind. Von der Anordnung eines Tätigkeitsverbotes darf jedoch nicht abgesehen werden, wenn der Täter:</p><dl><dt>a. </dt><dd>verurteilt worden ist wegen Menschenhandel (Art. 182), sexueller Nötigung (Art. 189), Vergewaltigung (Art. 190), Schändung (Art. 191) oder Förderung der Prostitution (Art. 195); oder </dd><dt>b. </dt><dd>gemäss den international anerkannten Klassifikationskriterien pädophil ist.</dd></dl><p> Wird der Täter im selben Verfahren wegen mehrerer Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder wird gegen ihn deswegen eine Massnahme angeordnet, so legt das Gericht fest, welcher Anteil der Strafe oder welche Massnahme auf eine Straftat entfällt, die ein Tätigkeitsverbot nach sich zieht. Dieser Strafanteil, die Massnahme sowie die Straftat sind massgebend dafür, ob ein Tätigkeitsverbot nach Absatz 1, 2, 2, 3 oder 4 verhängt wird. Die Strafanteile für mehrere einschlägige Straftaten werden addiert. Es können mehrere Tätigkeitsverbote verhängt werden.</p><p> Das Gericht kann für die Dauer der Verbote Bewährungshilfe anordnen.</p><p> ...</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e3849\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 13. Dez. 2013 über das Tätigkeits­verbot und das Kontakt- und Rayonverbot, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (<a href=\"eli/oc/2014/355/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2014</b> 2055</a>; <a href=\"eli/fga/2012/1575/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 8819</a>).</p><p id=\"fn-d6e3872\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (<a href=\"eli/oc/2016/249/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2016</b> 1249</a>; <a href=\"eli/fga/2012/670/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 4721</a>).</p><p id=\"fn-d6e3899\"> Eingefügt durch Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p><p id=\"fn-d6e3955\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p><p id=\"fn-d6e4012\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p><p id=\"fn-d6e4047\"> Eingefügt durch Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p><p id=\"fn-d6e4074\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p><p id=\"fn-d6e4098\"> Fassung gemäss Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p><p id=\"fn-d6e4123\"> Aufgehoben durch Ziff. I 1 des BG vom 16. März 2018 (Umsetzung von Art. 123<b><i>c</i></b> BV), mit Wirkung seit 1. Jan. 2019 (<a href=\"eli/oc/2018/603/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2018</b> 3803</a>; <a href=\"eli/fga/2016/1188/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2016</b> 6115</a>).</p></div></div></article>"}}},{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de","title":"Schweizerische Strafprozessordnung","abbreviation":"StPO"},"articles":{"art_132":{"art_id":"art_132","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_132","title":"Art. 132 Amtliche Verteidigung","content":"<article id=\"art_132\"><a name=\"a132\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_132\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_132\" routerlink=\"./\"><b>Art. 132</b> Amtliche Verteidigung </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn:</p><dl><dt>a. </dt><dd>bei notwendiger Verteidigung:<dl><dt>1. </dt><dd>die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt,</dd><dt>2. </dt><dd>der Wahlverteidigung das Mandat entzogen wurde oder sie es niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist eine neue Wahlverteidigung bestimmt;</dd></dl></dd><dt>b. </dt><dd>die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist.</dd></dl><p> Zur Wahrung der Interessen der beschuldigten Person ist die Verteidigung namentlich geboten, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall handelt und der Straffall in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, denen die beschuldigte Person allein nicht gewachsen wäre.</p><p> Ein Bagatellfall liegt jedenfalls dann nicht mehr vor, wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als 4 Monaten oder eine Geldstrafe von mehr als 120 Tagessätzen zu erwarten ist.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d186475e4059\"> Fassung gemäss Anhang Ziff. 3 des BG vom 19. Juni 2015 (Änderungen des Sanktionenrechts), in Kraft seit 1. Jan. 2018 (<a href=\"eli/oc/2016/249/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2016</b> 1249</a>; <a href=\"eli/fga/2012/670/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 4721</a>).</p></div></div></article>"},"art_135":{"art_id":"art_135","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_135","title":"Art. 135 Entschädigung der amtlichen Verteidigung","content":"<article id=\"art_135\"><a name=\"a135\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_135\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_135\" routerlink=\"./\"><b>Art. 135</b> Entschädigung der amtlichen Verteidigung </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde.</p><p> Die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung am Ende des Verfahrens fest.</p><p> Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung Beschwerde führen:</p><dl><dt>a. </dt><dd>wenn der Entscheid von der Staatsanwaltschaft oder dem erstinstanzlichen Gericht gefällt wurde: bei der Beschwerdeinstanz;</dd><dt>b. </dt><dd>wenn der Entscheid von der Beschwerdeinstanz oder dem Berufungsgericht des Kantons gefällt wurde: beim Bundesstrafgericht.</dd></dl><p> Wird die beschuldigte Person zu den Verfahrenskosten verurteilt, so ist sie, sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, verpflichtet:</p><dl><dt>a. </dt><dd>dem Bund oder dem Kanton die Entschädigung zurückzuzahlen;</dd><dt>b. </dt><dd>der Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten.</dd></dl><p> Der Anspruch des Bundes oder des Kantons verjährt in 10 Jahren nach Rechtskraft des Entscheides.</p></div></article>"},"art_21":{"art_id":"art_21","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_21","title":"Art. 21 Berufungsgericht","content":"<article id=\"art_21\"><a name=\"a21\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_21\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_21\" routerlink=\"./\"><b>Art. 21</b> Berufungsgericht </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Das Berufungsgericht entscheidet über:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Berufungen gegen Urteile der erstinstanzlichen Gerichte;</dd><dt>b. </dt><dd>Revisionsgesuche.</dd></dl><p> Wer als Mitglied der Beschwerdeinstanz tätig geworden ist, kann im gleichen Fall nicht als Mitglied des Berufungsgerichts wirken.</p><p> Mitglieder des Berufungsgerichts können im gleichen Fall nicht als Revisionsrichterinnen und Revisionsrichter tätig sein.</p></div></article>"},"art_3":{"art_id":"art_3","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_3","title":"Art. 3 Achtung der Menschenwürde und Fairnessgebot","content":"<article id=\"art_3\"><a name=\"a3\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_3\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_3\" routerlink=\"./\"><b>Art. 3</b> Achtung der Menschenwürde und Fairnessgebot </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Strafbehörden achten in allen Verfahrensstadien die Würde der vom Verfahren betroffenen Menschen.</p><p> Sie beachten namentlich:</p><dl><dt>a. </dt><dd>den Grundsatz von Treu und Glauben;</dd><dt>b. </dt><dd>das Verbot des Rechtsmissbrauchs;</dd><dt>c. </dt><dd>das Gebot, alle Verfahrensbeteiligten gleich und gerecht zu behandeln und ihnen rechtliches Gehör zu gewähren;</dd><dt>d. </dt><dd>das Verbot, bei der Beweiserhebung Methoden anzuwenden, welche die Menschenwürde verletzen.</dd></dl></div></article>"},"art_398":{"art_id":"art_398","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_398","title":"Art. 398 Zulässigkeit und Berufungsgründe","content":"<article id=\"art_398\"><a name=\"a398\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_398\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_398\" routerlink=\"./\"><b>Art. 398</b> Zulässigkeit und Berufungsgründe </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist.</p><p> Das Berufungsgericht kann das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen.</p><p> Mit der Berufung können gerügt werden:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung;</dd><dt>b. </dt><dd>die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts;</dd><dt>c. </dt><dd>Unangemessenheit.</dd></dl><p> Bildeten ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens, so kann mit der Berufung nur geltend gemacht werden, das Urteil sei rechtsfehlerhaft oder die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung. Neue Behauptungen und Beweise können nicht vorgebracht werden.</p><p> Beschränkt sich die Berufung auf den Zivilpunkt, so wird das erstinstanzliche Urteil nur so weit überprüft, als es das am Gerichtsstand anwendbare Zivilprozessrecht vorsehen würde.</p></div></article>"},"art_399":{"art_id":"art_399","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_399","title":"Art. 399 Anmeldung der Berufung und Berufungserklärung","content":"<article id=\"art_399\"><a name=\"a399\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_399\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_399\" routerlink=\"./\"><b>Art. 399</b> Anmeldung der Berufung und Berufungserklärung </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Berufung ist dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Protokoll anzumelden.</p><p> Das erstinstanzliche Gericht übermittelt die Anmeldung nach Ausfertigung des begründeten Urteils zusammen mit den Akten dem Berufungsgericht.</p><p> Die Partei, die Berufung angemeldet hat, reicht dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungs­erklärung ein. Sie hat darin anzugeben:</p><dl><dt>a. </dt><dd>ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht;</dd><dt>b. </dt><dd>welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt; und</dd><dt>c. </dt><dd>welche Beweisanträge sie stellt.</dd></dl><p> Wer nur Teile des Urteils anficht, hat in der Berufungserklärung verbindlich anzugeben, auf welche der folgenden Teile sich die Berufung beschränkt:</p><dl><dt>a. </dt><dd>den Schuldpunkt, allenfalls bezogen auf einzelne Handlungen;</dd><dt>b. </dt><dd>die Bemessung der Strafe;</dd><dt>c. </dt><dd>die Anordnung von Massnahmen;</dd><dt>d. </dt><dd>den Zivilanspruch oder einzelne Zivilansprüche;</dd><dt>e. </dt><dd>die Nebenfolgen des Urteils;</dd><dt>f. </dt><dd>die Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen;</dd><dt>g. </dt><dd>die nachträglichen richterlichen Entscheidungen.</dd></dl></div></article>"},"art_428":{"art_id":"art_428","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_428","title":"Art. 428 Kostentragung im Rechtsmittelverfahren","content":"<article id=\"art_428\"><a name=\"a428\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_428\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_428\" routerlink=\"./\"><b>Art. 428</b> Kostentragung im Rechtsmittelverfahren </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht.</p><p> Erwirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so können ihr die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn:</p><dl><dt>a. </dt><dd>die Voraussetzungen für das Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen worden sind; oder</dd><dt>b. </dt><dd>der angefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird.</dd></dl><p> Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung.</p><p> Hebt sie einen Entscheid auf und weist sie die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück, so trägt der Bund oder der Kanton die Kosten des Rechtsmittelverfahrens und, nach Ermessen der Rechtsmittelinstanz, jene der Vorinstanz.</p><p> Wird ein Revisionsgesuch gutgeheissen, so entscheidet die Strafbehörde, die anschliessend über die Erledigung der Strafsache zu befinden hat, nach ihrem Ermessen über die Kosten des ersten Verfahrens.</p></div></article>"}}}],"metadata_lex_atf":[{"id":488,"title":"BGE 136 IV 1","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-IV-1%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 47 Abs. 1 StGB</span>; Strafzumessung, Vorstrafenlosigkeit.  <div class=\"paratf\">Die Vorstrafenlosigkeit wirkt sich bei der Strafzumessung grundsätzlich neutral aus und ist deshalb nicht strafmindernd zu berücksichtigen. Ausnahmsweise darf sie in die Beurteilung der Täterpersönlichkeit einbezogen werden, die als Täterkomponente strafmindernd ins Gewicht fallen kann, sofern die Straffreiheit auf eine aussergewöhnliche Gesetzestreue hinweist. Eine solche ist wegen der Gefahr ungleicher Behandlung nicht leichthin anzunehmen (Änderung der Rechtsprechung; E. 2.6). </div>\n</div>"},{"id":1062,"title":"BGE 138 IV 157","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-IV-157%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 399 StPO</span>; Anmeldung der Berufung und Berufungserklärung.  <div class=\"paratf\">Wird ein erstinstanzliches Urteil weder mündlich noch schriftlich im Dispositiv eröffnet, sondern den Parteien direkt in begründeter Form zugestellt, ist eine Anmeldung der Berufung nicht nötig. Es genügt, dem Berufungsgericht eine Berufungserklärung einzureichen. Dem Berufungskläger stehen hierfür 20 Tage zur Verfügung (E. 2). </div>\n</div>"},{"id":1836,"title":"BGE 141 IV 61","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-61%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\"><artref id=\"CH/311.0/112\" type=\"start\"></artref>Art. 112 und 49 StGB</span><artref id=\"CH/311.0/49\" type=\"end\"></artref>; Mord; Konkurrenz bei mehreren Mordtaten.  <div class=\"paratf\">Zusammenfassung der Kriterien zur Abgrenzung des Mordes von der vorsätzlichen Tötung (E. 4). </div>\n<div class=\"paratf\">Auf lebenslängliche Freiheitsstrafe kann bei Strafschärfung infolge Konkurrenz erkannt werden, wenn der Täter mehrere mit lebenslänglicher Freiheitsstrafe bedrohte Straftaten begangen hat (E. 6). </div>\n</div>"}],"metadata_lex_atf_other":[{"id":38357,"title":"6B_756/2016","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=15.09.2016&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=21&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F15-09-2016-6B_756-2016&number_of_ranks=104849"},{"id":43053,"title":"6B_557/2015","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=28.01.2016&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=27&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-01-2016-6B_557-2015&number_of_ranks=100159"}],"metadata_lex_vs":[{"id":"173.8","law":{"systematic_id":"173.8","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Gesetz betreffend den Tarif der Kosten und Entschädigungen vor Gerichts- oder Verwaltungsbehörden","abbreviation":"GTar"},"articles":{"art_22":{"art_id":"art_22","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Art. 22 Andere Verfahren","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">22</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Andere Verfahren</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Für andere Strafverfahren wird eine Gebühr erhoben von:</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-a‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      a) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      40 bis 1'200 Franken für das Versöhnungsverfahren vor dem Staatsanwalt;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-b‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      b) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      90 bis 6'000 Franken für die anderen Verfahren vor dem Staatsanwalt;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-c‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      c) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      90 bis 2'400 Franken für das Verfahren vor dem Bezirksgericht;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-d‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      d) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      190 bis 6'000 Franken für das Verfahren vor dem Kreisgericht;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-e‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      e) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      90 bis 1'200 Franken für das Verfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-f‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      f) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      380 bis 6'000 Franken für das Berufungs- oder Revisionsverfahren vor dem Kantonsgericht;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-g‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      g) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      90 bis 2'400 Franken für das Beschwerdeverfahren vor der Strafkammer des Kantonsgerichts oder einem Richter des Kantonsgerichts und bis 6'600 Franken bei internationalen Rechtshilfegesuchen;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐3--a-22--p-1--l-h‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      h) <strong>*</strong>\n</td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      90 bis 1'200 Franken für Verfahren vor dem Straf- und Massnahmen-vollzugsgericht und in anderen Strafgerichtsverfahren im Sinne des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Strafgesetzbuch.\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>\n<div class=\"paragraph_post\"></div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"}}},{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/312.0","title":"Einführungsgesetz zur Schweizerischen Strafprozessordnung","abbreviation":"EGStPO"}}],"metadata_lex_rvj":[]}