{"id":"daea0b65b1d0a4c6a9742050fac6369a","file_name":"KGVS-20260226-P1-25-94-20260622-550.pdf","file_path_display":null,"description":null,"language":{"id":"de","text":"Deutsch"},"kind":"document","document_type":"pdf","object_type":null,"tribunal":{"id":1,"abbreviation":"KGVS","text":"Kantonsgericht"},"date_decision":"2026-02-26","date_publication":"2026-06-22","date_file_modification":null,"object_code":"550","case_number":{"id":"P1 25 94","text":"P1 25 94"},"case_instance":{"id":4,"text":"S1 Strafrecht ordentlich"},"case_year":2025,"case_increment":94,"is_zwr":false,"zwr_year":null,"zwr_page_start":null,"zwr_page_end":null,"page_count":11,"legal_nature":{"id":106,"text":"Sexuelle Integrität"},"president":null,"clerk":null,"rapporteur":null,"metadata_jurivoc":[{"id":193,"text":"AARGAU"},{"id":562,"text":"ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG"},{"id":863,"text":"AUFENTHALT"},{"id":953,"text":"AUSLÄNDER"},{"id":1020,"text":"AUSSERHALB"},{"id":1355,"text":"BERUFSLEHRE"},{"id":1394,"text":"BESCHULDIGTER"},{"id":2243,"text":"DISPOSITIV"},{"id":2417,"text":"EI"},{"id":2454,"text":"EIGENTUMSGARANTIE"},{"id":2585,"text":"EINZELRICHTER"},{"id":2659,"text":"EMRK"},{"id":2661,"text":"ENDENTSCHEID"},{"id":2707,"text":"ENTSCHEID"},{"id":2892,"text":"ERWERBSTÄTIGKEIT"},{"id":3106,"text":"FAMILIE"},{"id":3326,"text":"FRAGE"},{"id":3367,"text":"FREIHEITSSTRAFE"},{"id":3493,"text":"GEBÜHR"},{"id":3568,"text":"GELDSTRAFE"},{"id":3692,"text":"GERICHTSGEBÜHR"},{"id":3694,"text":"GERICHTSKOSTEN"},{"id":3771,"text":"GESETZ"},{"id":3906,"text":"GRAD"},{"id":3948,"text":"GRUND"},{"id":4019,"text":"GUTHEISSUNG"},{"id":4110,"text":"HÄRTEFALL"},{"id":4281,"text":"HOMOSEXUALITÄT"},{"id":4284,"text":"HONORAR"},{"id":4293,"text":"HOTEL"},{"id":4437,"text":"INNERHALB"},{"id":4458,"text":"INTEGRATION"},{"id":4609,"text":"JUGEND"},{"id":4653,"text":"KANTON"},{"id":4689,"text":"KANTONSGERICHT"},{"id":4789,"text":"KENNTNIS"},{"id":5000,"text":"KONSUM"},{"id":5166,"text":"KRISE"},{"id":5243,"text":"LANDESVERWEISUNG"},{"id":5291,"text":"LEBEN"},{"id":5442,"text":"LÖSCHUNG"},{"id":5580,"text":"MAXIMUM"},{"id":5629,"text":"MENGE"},{"id":5771,"text":"MOBILTELEFON"},{"id":5835,"text":"MUTTER"},{"id":6161,"text":"ÖFFENTLICHES 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Schweizerischen Eidgenossenschaft","abbreviation":"BV"},"articles":{"art_5":{"art_id":"art_5","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_5","title":"Art. 5 Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns","content":"<article id=\"art_5\"><a name=\"a5\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_5\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_5\" routerlink=\"./\"><b>Art. 5</b> <b></b>Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Grundlage und Schranke staatlichen Handelns ist das Recht.</p><p> Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein.</p><p> Staatliche Organe und Private handeln nach Treu und Glauben.</p><p> Bund und Kantone beachten das Völkerrecht.</p></div></article>"}}},{"id":"142.201","law":{"systematic_id":"142.201","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2007/759/de","title":"Verordnungüber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit","abbreviation":"VZAE"}},{"id":"311.0","law":{"systematic_id":"311.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de","title":"Schweizerisches Strafgesetzbuch","abbreviation":"StGB"},"articles":{"art_197":{"art_id":"art_197","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197","title":"Art. 197","content":"<article id=\"art_197\"><a name=\"a197\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197\" routerlink=\"./\"><b>Art. 197</b></a><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197\" routerlink=\"./\"> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände solcher Art oder pornografische Vorführungen einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 öffentlich ausstellt oder zeigt oder sie sonst jemandem unaufgefordert anbietet, wird mit Busse bestraft. Wer die Besucher von Ausstellungen oder Vorführungen in geschlossenen Räumen im Voraus auf deren pornografischen Charakter hinweist, bleibt straflos.</p><p> Wer eine minderjährige Person anwirbt, damit diese an einer pornografischen Vorführung mitwirkt, oder wer sie zur Mitwirkung an einer derartigen Vorführung veranlasst, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, herstellt, einführt, lagert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Haben die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, konsumiert oder zum eigenen Konsum herstellt, einführt, lagert, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Haben die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geld­strafe.</p><p> Bei Straftaten nach den Absätzen 4 und 5 werden die Gegenstände eingezogen.</p><p> Handelt der Täter mit Bereicherungsabsicht, so ist mit Freiheitsstrafe eine Geldstrafe zu verbinden.</p><p> Minderjährige von mehr als 16 Jahren bleiben straflos, wenn sie voneinander einvernehmlich Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 herstellen, diese besitzen oder konsumieren.</p><p> Gegenstände oder Vorführungen im Sinne der Absätze 1–5 sind nicht pornografisch, wenn sie einen schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert haben.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e10633\"> Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BB vom 27. Sept. 2013 (Lanzarote-Konvention), in Kraft seit 1. Juli 2014 (<a href=\"eli/oc/2014/248/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2014</b> 1159</a>; <a href=\"eli/fga/2012/1181/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 7571</a>).</p></div></div></article>"},"art_69":{"art_id":"art_69","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_69","title":"Art. 69","content":"<article id=\"art_69\"><a name=\"a69\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_69\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_69\" routerlink=\"./\"><b>Art. 69</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Das Gericht verfügt ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimmten Person die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat gedient haben oder bestimmt waren oder die durch eine Straftat hervorgebracht worden sind, wenn diese Gegen­stände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffent­liche Ordnung gefährden.</p><p> Das Gericht kann anordnen, dass die eingezogenen Gegenstände unbrauchbar gemacht oder vernichtet werden.</p></div></article>"}}},{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de","title":"Schweizerische Strafprozessordnung","abbreviation":"StPO"},"articles":{"art_19":{"art_id":"art_19","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_19","title":"Art. 19 Erstinstanzliches Gericht","content":"<article id=\"art_19\"><a name=\"a19\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_19\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_19\" routerlink=\"./\"><b>Art. 19</b> Erstinstanzliches Gericht </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Das erstinstanzliche Gericht beurteilt in erster Instanz alle Straftaten, die nicht in die Zuständigkeit anderer Behörden fallen.</p><p> Bund und Kantone können als erstinstanzliches Gericht ein Einzelgericht vorsehen für die Beurteilung von:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Übertretungen;</dd><dt>b. </dt><dd>Verbrechen und Vergehen, mit Ausnahme derer, für welche die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Artikel 59 Absatz 3 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Freiheitsentzug von mehr als zwei Jahren beantragt.</dd></dl><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d186475e495\"> <a href=\"eli/cc/54/757_781_799/de\" routerlink=\"./\">SR <b>311.0</b></a></p></div></div></article>"},"art_21":{"art_id":"art_21","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_21","title":"Art. 21 Berufungsgericht","content":"<article id=\"art_21\"><a name=\"a21\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_21\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_21\" routerlink=\"./\"><b>Art. 21</b> Berufungsgericht </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Das Berufungsgericht entscheidet über:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Berufungen gegen Urteile der erstinstanzlichen Gerichte;</dd><dt>b. </dt><dd>Revisionsgesuche.</dd></dl><p> Wer als Mitglied der Beschwerdeinstanz tätig geworden ist, kann im gleichen Fall nicht als Mitglied des Berufungsgerichts wirken.</p><p> Mitglieder des Berufungsgerichts können im gleichen Fall nicht als Revisionsrichterinnen und Revisionsrichter tätig sein.</p></div></article>"},"art_404":{"art_id":"art_404","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_404","title":"Art. 404 Umfang der Überprüfung","content":"<article id=\"art_404\"><a name=\"a404\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_404\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_404\" routerlink=\"./\"><b>Art. 404</b> Umfang der Überprüfung </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten.</p><p> Es kann zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheidungen zu verhindern.</p></div></article>"},"art_421":{"art_id":"art_421","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_421","title":"Art. 421 Kostenentscheid","content":"<article id=\"art_421\"><a name=\"a421\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_421\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_421\" routerlink=\"./\"><b>Art. 421</b> Kostenentscheid </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Strafbehörde legt im Endentscheid die Kostenfolgen fest.</p><p> Sie kann diese Festlegung vorwegnehmen in:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Zwischenentscheiden;</dd><dt>b. </dt><dd>Entscheiden über die teilweise Einstellung des Verfahrens;</dd><dt>c. </dt><dd>Entscheiden über Rechtsmittel gegen Zwischen- und Einstellungsentscheide.</dd></dl></div></article>"},"art_426":{"art_id":"art_426","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_426","title":"Art. 426 Kostentragungspflicht der beschuldigten Person  und der Partei im selbstständigen Massnahmeverfahren","content":"<article id=\"art_426\"><a name=\"a426\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_426\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_426\" routerlink=\"./\"><b>Art. 426</b> Kostentragungspflicht der beschuldigten Person  und der Partei im selbstständigen Massnahmeverfahren </a></h6><div class=\"collapseable\"> <br/><p> Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Ausgenommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung; vorbehalten bleibt Artikel 135 Absatz 4.</p><p> Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat.</p><p> Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten nicht, die:</p><dl><dt>a. </dt><dd>der Bund oder der Kanton durch unnötige oder fehlerhafte Verfahrenshandlungen verursacht hat;</dd><dt>b. </dt><dd>für Übersetzungen anfielen, die durch die Fremdsprachigkeit der beschuldigten Person nötig wurden.</dd></dl><p> Die Kosten für die unentgeltliche Verbeiständung der Privatklägerschaft trägt die beschuldigte Person nur, wenn sie sich in günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen befindet.</p><p> Die Bestimmungen dieses Artikels gelten sinngemäss für die Partei im selbstständigen Massnahmeverfahren, wenn der Entscheid zu ihrem Nachteil ausfällt.</p></div></article>"},"art_437":{"art_id":"art_437","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_437","title":"Art. 437 Eintritt","content":"<article id=\"art_437\"><a name=\"a437\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_437\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_437\" routerlink=\"./\"><b>Art. 437</b> Eintritt </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Urteile und andere verfahrenserledigende Entscheide, gegen die ein Rechtsmittel nach diesem Gesetz zulässig ist, werden rechtskräftig, wenn:</p><dl><dt>a. </dt><dd>die Rechtsmittelfrist unbenützt abgelaufen ist;</dd><dt>b. </dt><dd>die berechtigte Person erklärt, auf ein Rechtsmittel zu verzichten, oder ein ergriffenes Rechtsmittel zurückzieht;</dd><dt>c. </dt><dd>die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht eintritt oder es abweist.</dd></dl><p> Die Rechtskraft tritt rückwirkend auf den Tag ein, an dem der Entscheid gefällt worden ist.</p><p> Entscheide, gegen die kein Rechtsmittel nach diesem Gesetz zulässig ist, werden mit ihrer Ausfällung rechtskräftig.</p></div></article>"}}}],"metadata_lex_atf":[{"id":105,"title":"BGE 146 IV 105","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-IV-105%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 66a Abs. 2 StGB</span>, <span class=\"artref\">Art. 8 EMRK</span>; Landesverweis, Härtefallprüfung bei in der Schweiz geborenen oder aufgewachsenen Ausländern, Vereinbarkeit mit dem Konventionsrecht.  <div class=\"paratf\">Ob ein Härtefall vorliegt, bestimmt sich weder anhand von starren Altersvorgaben, noch führt eine bestimmte Anwesenheitsdauer automatisch zur Annahme eines Härtefalls. Die Härtefallprüfung ist in jedem Fall anhand der gängigen Integrationskriterien vorzunehmen. Der besonderen Situation von in der Schweiz geborenen oder aufgewachsenen Ausländern wird dabei Rechnung getragen, indem eine längere Aufenthaltsdauer, zusammen mit einer guten Integration, in aller Regel als starke Indizien für ein gewichtiges Interesse an einem Verbleib in der Schweiz und damit für das Vorliegen eines Härtefalls zu werten sind. Bei der anschliessenden Interessenabwägung ist der betroffenen Person mit zunehmender Anwesenheitsdauer ein gewichtigeres privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zuzubilligen (E. 3.4). </div>\n<div class=\"paratf\">Härtefall bei einem chilenischen Staatsangehörigen verneint, der im Alter von 13 Jahren in die Schweiz kam (E. 3.5). </div>\n<div class=\"paratf\">Prüfung der Vereinbarkeit der Landesverweisung mit den Garantien von <span class=\"artref\">Art. 8 EMRK</span> (E. 4). </div>\n</div>"},{"id":2563,"title":"BGE 144 I 266","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-I-266%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Art. 50 AuG; <span class=\"artref\">Art. 8 EMRK</span>. Konkubinat; Anspruch auf ausländerrechtliche Bewilligung gestützt auf das Recht auf Achtung des Privatlebens.  <div class=\"paratf\">Die Ansprüche nach Art. 50 Abs. 1 AuG sind dem ausländischen (ehemaligen) Konkubinatspartner nicht zugänglich (E. 2). </div>\n<div class=\"paratf\">Zusammenfassung der Rechtsprechung zum Aufenthaltsrecht gestützt auf das Recht auf Achtung des Privatlebens ausserhalb des kombinierten Schutzbereichs von <span class=\"artref\">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> (E. 3.5-3.7). Die Trennung zwischen Schutzbereich und Eingriff erscheint künstlich, da für beide Fragen die gleichen Kriterien (Aufenthaltsdauer und Integration) herangezogen werden (E. 3.8). </div>\n<div class=\"paratf\">Nach einer rechtmässigen Anwesenheit von zehn Jahren bedarf die Beendigung des Aufenthalts besonderer Gründe, da nach dieser Zeitspanne regelmässig eine gute Integration vorausgesetzt werden kann. Bei ausgeprägter Integration kann ein Anspruch gemäss <span class=\"artref\">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> vor Ablauf dieser Dauer bejaht werden (E. 3.9). Die Zumutbarkeit der Rückkehr ist für sich genommen kein Grund, das Aufenthaltsrecht zu entziehen, ebenso wenig das öffentliche Interesse an einer Steuerung der Zuwanderung (E. 4.3). </div>\n</div>"},{"id":2568,"title":"BGE 144 II 1","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-1%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 8 EMRK</span>, <span class=\"artref\">Art. 2 FZA</span>, <span class=\"artref\">Art. 3 Abs. 1 und <artref id=\"CH/0.142.112.681/3/6/I\" type=\"start\"></artref>Art. 3 Abs. 6 Anhang I FZA</span><artref id=\"CH/0.142.112.681/3/1\" type=\"end\"></artref>, <span class=\"artref\">Art. 12 KRK</span>, <span class=\"artref\">Art. 11 BV</span> und Art. 50 AuG; keine Aufenthaltsbewilligung für eine drittstaatsangehörige Ehefrau (mit Tochter) nach Auflösung der Ehegemeinschaft mit einem EU-Angehörigen, der kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz (mehr) hat.  <div class=\"paratf\">Rechtsansprüche auf Aufenthaltsbewilligung für die Ehefrau eines EU-Angehörigen und ihr Kind (E. 2). Auf <span class=\"artref\">Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA</span> können sich Frau und Tochter wegen des Getrenntlebens vom Ehemann nicht berufen, ebenso wenig auf <span class=\"artref\">Art. 3 Abs. 6 Anhang I FZA</span>, weil die Tochter nicht das Kind eines Staatsangehörigen einer Vertragspartei ist (E. 3). Im Lichte des Diskriminierungsverbots von <span class=\"artref\">Art. 2 FZA</span> rechtfertigt es sich zwar, ehemalige Ehegatten von EU-Angehörigen gleich zu behandeln wie die ehemaligen Ehegatten von Schweizer Bürgern, d.h., Art. 50 AuG auch dann anzuwenden, wenn der Ex-Ehegatte nur eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA und nicht eine Niederlassungsbewilligung besass. Indessen ist der Anwendungsbereich von <span class=\"artref\">Art. 2 FZA</span> abhängig von einem Aufenthaltsanspruch des EU-angehörigen Ex-Ehegatten; hat dieser - wie hier - kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz (mehr), entfällt auch das Diskriminierungsverbot für die Regelung seiner familiären Beziehungen (E. 4). <span class=\"artref\">Art. 11 BV</span> vermittelt keinen Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (E. 5), und im konkret beurteilten Fall ergeben sich auch keine solchen aus <span class=\"artref\">Art. 8 EMRK</span>; <span class=\"artref\">Art. 12 KRK</span> ist nicht verletzt (E. 6). </div>\n</div>"},{"id":2714,"title":"BGE 144 IV 332","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-IV-332%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 66a Abs. 2 StGB</span>; Landesverweisung, Härtefallklausel, Berücksichtigung der besonderen Situation von Ausländern, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen sind.  <div class=\"paratf\">Das Gericht muss bei der Ausübung seines ihm durch <span class=\"artref\">Art. 66a Abs. 2 StGB</span> übertragenen Ermessens die Verfassungsprinzipien respektieren. Sind die Voraussetzungen der Härtefallklausel erfüllt, verlangt das in <span class=\"artref\">Art. 5 Abs. 2 BV</span> verankerte Verhältnismässigkeitsprinzip, von einer Landesverweisung abzusehen. Das Gesetz definiert jedoch nicht, was unter einem persönlichen Härtefall zu verstehen ist, noch bezeichnet es die bei der Interessenabwägung zu berücksichtigenden Kriterien. Zur Bestimmung des Härtefalls rechtfertigt sich grundsätzlich eine Orientierung an den Kriterien zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls (vgl. <span class=\"artref\">Art. 31 VZAE</span>). Zur Beurteilung der Situation von in der Schweiz geborenen oder aufgewachsenen Ausländern sind die von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines Ausländers der zweiten Generation zu berücksichtigen, unter Beachtung der mit der Einführung der <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/101/121/6\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/101/121/3\" type=\"start\"></artref>Art. 121 Abs. 3-6 BV</span><artref id=\"CH/101/121/6\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/101/6\" type=\"end\"></artref> sowie <span class=\"artref\">Art. 66a ff. StGB</span> beabsichtigten Verschärfung der bestehenden Ordnung (E. 3). </div>\n</div>"},{"id":2925,"title":"BGE 145 IV 364","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-IV-364%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\"><span class=\"artref\">Art. 5 Abs. 2, <artref id=\"CH/101/189/1/b\" type=\"start\"></artref>Art. 189 Abs. 1 lit. b BV</span><artref id=\"CH/101/5/2\" type=\"end\"></artref>; <span class=\"artref\">Art. 66a StGB</span>; <span class=\"artref\">Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA</span>; <span class=\"artref\">Art. 31 Abs. 1 VRK</span>; strafrechtliche Landesverweisung von EU-Bürgern und Freizügigkeitsabkommen.  <div class=\"paratf\">Das Bundesgericht beurteilt auch Streitigkeiten wegen Verletzung des Völkerrechts (E. 3.3). </div>\n<div class=\"paratf\">Mit dem Freizügigkeitsabkommen (FZA) hat die Schweiz Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der EU im Wesentlichen ein weitgehendes und reziprokes Recht auf Erwerbstätigkeit eingeräumt. Das FZA hat keinen Einfluss auf die Gesetzgebung im Bereich des Strafrechts. Die Schweiz hat jedoch bei der Auslegung gesetzlicher Bestimmungen die völkerrechtlichen Verpflichtungen zu beachten (E. 3.4.1). </div>\n<div class=\"paratf\">Die aufgrund des FZA eingeräumten Rechte dürfen nach <span class=\"artref\">Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA</span> nur durch Massnahmen, die aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit gerechtfertigt sind, eingeschränkt werden (E. 3.5). </div>\n<div class=\"paratf\">Bei der strafrechtlichen Landesverweisung ist deshalb - soweit Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der EU betroffen sind - im konkreten Einzelfall zu prüfen, ob die Massnahme zum Schutze der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verhältnismässig ist (E. 3.9). </div>\n</div>"}],"metadata_lex_atf_other":[{"id":3667,"title":"6B_1428/2020","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=19.04.2021&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=23&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-04-2021-6B_1428-2020&number_of_ranks=139547"},{"id":8645,"title":"6B_560/2020","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=4&from_date=&to_date=17.08.2020&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=35&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-08-2020-6B_560-2020&number_of_ranks=134581"}],"metadata_lex_vs":[{"id":"173.8","law":{"systematic_id":"173.8","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Gesetz betreffend den Tarif der Kosten und Entschädigungen vor Gerichts- oder Verwaltungsbehörden","abbreviation":"GTar"},"articles":{"art_10":{"art_id":"art_10","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Art. 10 Polizeibeamte und Gerichtsweibel","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">10</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Polizeibeamte und Gerichtsweibel</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐1--a-10--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die von der Behörde angeordnete Intervention von Polizeibeamten führt zu folgenden Auslagen:</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐1--a-10--p-1--l-a‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      a)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      eine Kilometerentschädigung von 0.60 Franken für jedes benützte Fahrzeug;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐1--a-10--p-1--l-b‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      b)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      eine Gebühr von 20 bis 1'000 Franken für jeden Vorgang, wie Bericht, Grafik, Fotodossier, Gutachten oder andere Interventionen;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐1--a-10--p-1--l-c‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      c)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      die Rückerstattung der den Polizeiagenten gemäss spezieller Gesetzgebung gewährten Entschädigung.\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>\n<div class=\"paragraph_post\"></div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐1--a-10--p-2\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">2</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Für die Dienste des Gerichtsweibels werden 25 Franken pro Sitzung in Rechnung gestellt.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"},"art_13":{"art_id":"art_13","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Art. 13 Ermessenskriterien","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">13</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Ermessenskriterien</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐1--a-13--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die Gerichtsgebühr wird aufgrund des Streitwertes, des Umfangs und der Schwierigkeit des Falls, der Art von Prozessführung der Parteien sowie ihrer finanziellen Situation festgesetzt. Wenn der Streitwert nicht in Zahlen ausgedrückt werden kann, wird die Gebühr nach den anderen Beurteilungselementen festgesetzt.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐1--a-13--p-2\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">2</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Sie bewegt sich zwischen einem Minimum und einem Maximum, welche nach dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip festgesetzt werden.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-3--t-3‐2--t-3‐2‐1--a-13--p-3\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">3</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Wenn es besondere Umstände rechtfertigen, kann die Behörde diese Grenzwerte verdoppeln oder im Strafbereich und im öffentlichen Bereich verfünffachen. <strong>*</strong></span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"},"art_27":{"art_id":"art_27","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Art. 27 Honorar des Rechtsbeistands - Bestimmungskriterien","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">27</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Honorar des Rechtsbeistands - Bestimmungskriterien</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐1--a-27--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Das Honorar hält sich zwischen einem in diesem Kapitel vorgesehenen Minimum und Maximum; berücksichtigt wird die Natur und Bedeutung des Falls, die Schwierigkeit, der Umfang, die vom Rechtsbeistand nützlich aufgewandte Zeit und die finanzielle Situation der Partei.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐1--a-27--p-2\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">2</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Das Honorar richtet sich in der Regel nach dem Streitwert.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐1--a-27--p-3\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">3</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Lässt sich der Streitwert nicht beziffern, so wird das Honorar nach den in Absatz 1 genannten Bemessungselementen bestimmt.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐1--a-27--p-4\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">4</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die Behörde setzt das Honorar in runden Zahlen fest, indem sie zudem den Sonderbestimmungen in den verschiedenen Prozessordnungen nachkommt.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐1--a-27--p-5\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">5</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die Entschädigungen verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Wenn der Mehrwertsteuersatz im Zeitpunkt des Inkrafttretens des vorliegenden Gesetzes geändert wurde, passt der Staatsrat auf dem reglementarischen Weg die im vorliegenden Gesetz vorgesehenen Honorare an.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"},"art_36":{"art_id":"art_36","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Art. 36 ","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">36</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\"> </span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Beim Verfahren vor der Strafbehörde wird das Honorar wie folgt festgesetzt:</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-a‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      a)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Polizeigericht 250 bis 650 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-b‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      b)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor der Polizei, im Untersuchungsverfahren (Anwalt der ersten Stunde) 250 bis 1'600 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-c‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      c)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor der Staatsanwaltschaft als Schlichtungsbehörde 60 bis 1'100 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-d‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      d)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor der Staatsanwaltschaft für die übrigen Verfahren 550 bis 5'500 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-e‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      e)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Zwangsmassnahmengericht 550 bis 3'300 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-f‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      f)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Bezirksgericht 550 bis 3'300 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-g‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      g)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Kreisgericht 1'100 bis 8'800 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-h‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      h)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Richter oder Jugendgericht in erster Instanz 550 bis 3'300 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-i‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      i)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Jugendgericht im Berufungsverfahren 550 bis 5'500 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-j‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      j)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Kantonsgericht im Berufungs- und Revisionsverfahren 1'100 bis 8'800 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-k‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      k)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor einem Richter des Kantonsgerichts oder der Strafkammer im Beschwerdeverfahren 300 bis 2'200 Franken;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-4--t-4‐3--a-36--p-1--l-l‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      l)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      vor dem Straf- und Massnahmenvollzugsrichter und in den anderen Strafgerichtsverfahren im Sinne des EGStGB 300 bis 2'200 Franken.\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>\n<div class=\"paragraph_post\"></div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"},"art_4":{"art_id":"art_4","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/173.8","title":"Art. 4 Parteientschädigung","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">4</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Parteientschädigung</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--a-4--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die Parteientschädigung umfasst die Entschädigung an die berechtigte Partei (Abs. 2) und die Kosten des Rechtsbeistands (Abs. 3). Sie deckt grundsätzlich die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten. Der Entscheid, der die Parteientschädigung festsetzt, hat keinen Einfluss auf das interne Verhältnis zwischen Rechtsbeistand und Klient.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--a-4--p-2\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">2</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die einer Partei gewährte Entschädigung umfasst die Rückerstattung ihrer Auslagen und, falls es die besonderen Umstände rechtfertigen, eine Abgeltung für Zeitverlust und entgangenen Gewinn.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--a-4--p-3\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">3</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Die Kosten des Rechtsbeistands umfassen das Honorar, welches sich nach den Artikeln 27 und folgende des vorliegenden Gesetzes berechnet, und weitere Auslagen.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"}}},{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/312.0","title":"Einführungsgesetz zur Schweizerischen Strafprozessordnung","abbreviation":"EGStPO"},"articles":{"art_12":{"art_id":"art_12","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/312.0","title":"Art. 12 Erstinstanzliches Gericht","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">12</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Erstinstanzliches Gericht</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-12--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Das erstinstanzliche Gericht ist:</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-12--p-1--l-a‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      a)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      das Bezirksgericht für Straftaten, die gemäss Bundesrecht dem Einzelrichter obliegen können;\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-12--p-1--l-b‐\"></a>\n<!-- -->\n<table class=\"enumeration_item\">\n<tbody><tr>\n<td class=\"number\">\n      b)\n    </td>\n<td class=\"left_col last\" colspan=\"3\">\n      das Kreisgericht für die anderen Straftaten.\n    </td>\n</tr>\n</tbody></table><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>\n<div class=\"paragraph_post\"></div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-12--p-2\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">2</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Vorbehalten bleibt Artikel 11, der sich mit den einzelnen Zuständigkeiten im Bereich der Übertretungen befasst.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"},"art_14":{"art_id":"art_14","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/312.0","title":"Art. 14 Berufungsinstanz","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">14</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Berufungsinstanz</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-14--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Das Kantonsgericht stellt die Berufungsinstanz dar.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-14--p-2\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">2</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Ein Kantonsrichter kann bei Berufungen gegen Urteile der Bezirksrichter entscheiden, die als Hauptstrafe eine Busse, eine Geldstrafe, eine gemeinnützige Arbeit oder eine bedingte Freiheitsstrafe zum Inhalt haben, sofern eine vorausgehende bedingt erlassene Strafe nicht widerrufen wird. Der beauftragte Richter kann den Fall vor einen Gerichtshof bringen.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- -->\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-14--p-3\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">3</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">In den übrigen Fällen untersteht die Berufung einem Gerichtshof des Kantonsgerichts.</span>\n</p>\n</div><!-- -->\n<!-- -->\n<!-- --><!-- -->\n</div>"}}}],"metadata_lex_rvj":[]}