{"id":"e6f67c4e5af8dde1fc254f11e07782c6","file_name":"KGVS-20240126-P3-23-276-20250717-799-ZWR-2025-213-220.pdf","file_path_display":null,"description":null,"language":{"id":"de","text":"Deutsch"},"kind":"document","document_type":"pdf","object_type":null,"tribunal":{"id":1,"abbreviation":"KGVS","text":"Kantonsgericht"},"date_decision":"2024-01-26","date_publication":"2025-07-17","date_file_modification":null,"object_code":"799","case_number":{"id":"P3 23 276","text":"P3 23 276"},"case_instance":{"id":8,"text":"P3 Strafkammer"},"case_year":2023,"case_increment":276,"is_zwr":true,"zwr_year":2025,"zwr_page_start":213,"zwr_page_end":220,"page_count":8,"legal_nature":{"id":128,"text":"Diverses"},"president":null,"clerk":null,"rapporteur":null,"metadata_jurivoc":[{"id":362,"text":"AFGHANISTAN"},{"id":465,"text":"ALTER"},{"id":520,"text":"ANALYSE"},{"id":929,"text":"AUSFÜHRUNG"},{"id":1219,"text":"BEGINN"},{"id":1382,"text":"BESCHLAGNAHME"},{"id":1411,"text":"BESCHWERDEFÜHRER"},{"id":1546,"text":"BEWEIS"},{"id":1556,"text":"BEWEISMITTEL"},{"id":2092,"text":"DATENBANK"},{"id":2261,"text":"DNA-PROFIL"},{"id":2307,"text":"DRITTER"},{"id":2417,"text":"EI"},{"id":2449,"text":"EIGENTÜMER"},{"id":2545,"text":"EINREISE"},{"id":2585,"text":"EINZELRICHTER"},{"id":2659,"text":"EMRK"},{"id":2707,"text":"ENTSCHEID"},{"id":3086,"text":"FAKTISCHES INTERESSE"},{"id":3166,"text":"FESTNAHME"},{"id":3190,"text":"FILM"},{"id":3326,"text":"FRAGE"},{"id":3343,"text":"FRAU"},{"id":4131,"text":"HAUSDURCHSUCHUNG"},{"id":4372,"text":"IN FLAGRANTI"},{"id":4798,"text":"KERNGEHALT"},{"id":5000,"text":"KONSUM"},{"id":5001,"text":"KONSUMENT"},{"id":5442,"text":"LÖSCHUNG"},{"id":5548,"text":"MASS"},{"id":5720,"text":"MISSBRAUCH"},{"id":5771,"text":"MOBILTELEFON"},{"id":6386,"text":"PERSON"},{"id":6540,"text":"POLIZEI"},{"id":6681,"text":"PROFIL"},{"id":7286,"text":"SACHVERHALT"},{"id":7525,"text":"SCHWEIZ"},{"id":7887,"text":"STAATSANWALT"},{"id":8155,"text":"STRAFPROZESS"},{"id":8322,"text":"TÄTER"},{"id":9078,"text":"VERBINDUNG"},{"id":9093,"text":"VERBRECHEN"},{"id":9097,"text":"VERBREITUNG"},{"id":9158,"text":"VERFOLGUNG"},{"id":9169,"text":"VERGEHEN"},{"id":9181,"text":"VERHALTEN"},{"id":9260,"text":"VERMÖGEN"},{"id":9275,"text":"VERNICHTUNG"},{"id":9611,"text":"VERWEIS"},{"id":9861,"text":"WALLIS"},{"id":9946,"text":"WERKZEUG"}],"metadata_lex_ch":[{"id":"101","law":{"systematic_id":"101","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de","title":"Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft","abbreviation":"BV"},"articles":{"art_13":{"art_id":"art_13","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_13","title":"Art. 13 Schutz der Privatsphäre","content":"<article id=\"art_13\"><a name=\"a13\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_13\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_13\" routerlink=\"./\"><b>Art. 13</b> <b></b>Schutz der Privatsphäre </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Jede Person hat Anspruch auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung sowie ihres Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs.</p><p> Jede Person hat Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten.</p></div></article>"},"art_36":{"art_id":"art_36","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_36","title":"Art. 36 Einschränkungen von Grundrechten","content":"<article id=\"art_36\"><a name=\"a36\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_36\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_36\" routerlink=\"./\"><b>Art. 36</b> <b></b>Einschränkungen von Grundrechten </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Einschränkungen von Grundrechten bedürfen einer gesetzlichen Grundlage. Schwerwiegende Einschränkungen müssen im Gesetz selbst vorgesehen sein. Aus­genommen sind Fälle ernster, unmittelbarer und nicht anders abwendbarer Gefahr.</p><p> Einschränkungen von Grundrechten müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein.</p><p> Einschränkungen von Grundrechten müssen verhältnismässig sein.</p><p> Der Kerngehalt der Grundrechte ist unantastbar.</p></div></article>"}}},{"id":"311.0","law":{"systematic_id":"311.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de","title":"Schweizerisches Strafgesetzbuch","abbreviation":"StGB"},"articles":{"art_10":{"art_id":"art_10","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_10","title":"Art. 10","content":"<article id=\"art_10\"><a name=\"a10\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_10\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_10\" routerlink=\"./\"><b>Art. 10</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Dieses Gesetz unterscheidet die Verbrechen von den Vergehen nach der Schwere der Strafen, mit der die Taten bedroht sind.</p><p> Verbrechen sind Taten, die mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind.</p><p> Vergehen sind Taten, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bedroht sind.</p></div></article>"},"art_144":{"art_id":"art_144","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_144","title":"Art. 144","content":"<article id=\"art_144\"><a name=\"a144\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_144\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_144\" routerlink=\"./\"><b>Art. 144</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums‑, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, wird, auf Antrag, mit Frei­heitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Hat der Täter die Sachbeschädigung aus Anlass einer öffentlichen Zusammenrottung begangen, so wird er von Amtes wegen verfolgt.</p><p> Hat der Täter einen grossen Schaden verursacht, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden. Die Tat wird von Amtes wegen verfolgt.</p></div></article>"},"art_197":{"art_id":"art_197","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197","title":"Art. 197","content":"<article id=\"art_197\"><a name=\"a197\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197\" routerlink=\"./\"><b>Art. 197</b></a><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_197\" routerlink=\"./\"> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände solcher Art oder pornografische Vorführungen einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 öffentlich ausstellt oder zeigt oder sie sonst jemandem unaufgefordert anbietet, wird mit Busse bestraft. Wer die Besucher von Ausstellungen oder Vorführungen in geschlossenen Räumen im Voraus auf deren pornografischen Charakter hinweist, bleibt straflos.</p><p> Wer eine minderjährige Person anwirbt, damit diese an einer pornografischen Vorführung mitwirkt, oder wer sie zur Mitwirkung an einer derartigen Vorführung veranlasst, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, herstellt, einführt, lagert, in Verkehr bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Haben die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.</p><p> Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1, die sexuelle Handlungen mit Tieren oder mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen oder nicht tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt haben, konsumiert oder zum eigenen Konsum herstellt, einführt, lagert, erwirbt, sich über elektronische Mittel oder sonst wie beschafft oder besitzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Haben die Gegenstände oder Vorführungen tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geld­strafe.</p><p> Bei Straftaten nach den Absätzen 4 und 5 werden die Gegenstände eingezogen.</p><p> Handelt der Täter mit Bereicherungsabsicht, so ist mit Freiheitsstrafe eine Geldstrafe zu verbinden.</p><p> Minderjährige von mehr als 16 Jahren bleiben straflos, wenn sie voneinander einvernehmlich Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Absatz 1 herstellen, diese besitzen oder konsumieren.</p><p> Gegenstände oder Vorführungen im Sinne der Absätze 1–5 sind nicht pornografisch, wenn sie einen schutzwürdigen kulturellen oder wissenschaftlichen Wert haben.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e10633\"> Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BB vom 27. Sept. 2013 (Lanzarote-Konvention), in Kraft seit 1. Juli 2014 (<a href=\"eli/oc/2014/248/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2014</b> 1159</a>; <a href=\"eli/fga/2012/1181/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 7571</a>).</p></div></div></article>"},"art_5":{"art_id":"art_5","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_5","title":"Art. 5","content":"<article id=\"art_5\"><a name=\"a5\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_5\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#art_5\" routerlink=\"./\"><b>Art. 5</b> </a></h6><div class=\"collapseable\"><p> Diesem Gesetz ist ausserdem unterworfen, wer sich in der Schweiz befindet, nicht ausgeliefert wird und im Ausland eine der folgenden Taten begangen hat:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Menschenhandel (Art. 182), sexuelle Nötigung (Art. 189), Vergewaltigung (Art. 190), Schändung (Art. 191) oder Förderung der Prostitution (Art. 195), wenn das Opfer weniger als 18 Jahre alt war;</dd><dt>a. </dt><dd>sexuelle Handlungen mit Abhängigen (Art. 188) und sexuelle Handlungen mit Minderjährigen gegen Entgelt (Art. 196);</dd><dt>b. </dt><dd>sexuelle Handlungen mit Kindern (Art. 187), wenn das Opfer weniger als 14 Jahre alt war;</dd><dt>c. </dt><dd>qualifizierte Pornografie (Art. 197 Abs. 3 und 4), wenn die Gegenstände oder Vorführungen sexuelle Handlungen mit Minder­­jährigen zum Inhalt hatten.</dd></dl><p> Der Täter wird, unter Vorbehalt eines krassen Verstosses gegen die Grundsätze der Bundesverfassung und der EMRK, in der Schweiz wegen der Tat nicht mehr verfolgt, wenn:</p><dl><dt>a. </dt><dd>ein ausländisches Gericht ihn endgültig freigesprochen hat;</dd><dt>b. </dt><dd>die Sanktion, zu der er im Ausland verurteilt wurde, vollzogen, erlassen oder verjährt ist.</dd></dl><p> Ist der Täter wegen der Tat im Ausland verurteilt worden und wurde die Strafe im Ausland nur teilweise vollzogen, so rechnet ihm das Gericht den vollzogenen Teil auf die auszusprechende Strafe an. Das Gericht entscheidet, ob eine im Ausland angeordnete, dort aber nur teilweise vollzogene Massnahme fortzusetzen oder auf die in der Schweiz ausgefällte Strafe anzurechnen ist.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d6e235\"> Fassung gemäss Art. 2 Ziff. 1 des BB vom 24. März 2006 über die Genehmigung und die Umsetzung des Fakultativprotokolls vom 25. Mai 2000 zum Übereink. über die Rechte des Kindes, betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinder­pornografie, in Kraft seit 1. Dez. 2006 (<a href=\"eli/oc/2006/823/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2006</b> 5437</a>; <a href=\"eli/fga/2005/433/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2005</b> 2807</a>).</p><p id=\"fn-d6e260\"> Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 des BB vom 27. Sept. 2013 (Lanzarote-Konvention), in Kraft seit 1. Juli 2014 (<a href=\"eli/oc/2014/248/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2014</b> 1159</a>; <a href=\"eli/fga/2012/1181/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 7571</a>).</p><p id=\"fn-d6e287\"> Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BB vom 27. Sept. 2013 (Lanzarote-Konvention), in Kraft seit 1. Juli 2014 (<a href=\"eli/oc/2014/248/de\" routerlink=\"./\">AS <b>2014</b> 1159</a>; <a href=\"eli/fga/2012/1181/de\" routerlink=\"./\">BBl <b>2012</b> 7571</a>).</p><p id=\"fn-d6e310\"> <a href=\"eli/cc/1974/2151_2151_2151/de\" routerlink=\"./\">SR <b>0.101</b></a></p></div></div></article>"}}},{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de","title":"Schweizerische Strafprozessordnung","abbreviation":"StPO"},"articles":{"art_197":{"art_id":"art_197","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_197","title":"Art. 197 Grundsätze","content":"<article id=\"art_197\"><a name=\"a197\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_197\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_197\" routerlink=\"./\"><b>Art. 197</b> Grundsätze </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Zwangsmassnahmen können nur ergriffen werden, wenn:</p><dl><dt>a. </dt><dd>sie gesetzlich vorgesehen sind;</dd><dt>b. </dt><dd>ein hinreichender Tatverdacht vorliegt;</dd><dt>c. </dt><dd>die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können;</dd><dt>d. </dt><dd>die Bedeutung der Straftat die Zwangsmassnahme rechtfertigt.</dd></dl><p> Zwangsmassnahmen, die in die Grundrechte nicht beschuldigter Personen eingreifen, sind besonders zurückhaltend einzusetzen.</p></div></article>"},"art_20":{"art_id":"art_20","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_20","title":"Art. 20 Beschwerdeinstanz","content":"<article id=\"art_20\"><a name=\"a20\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_20\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_20\" routerlink=\"./\"><b>Art. 20</b> Beschwerdeinstanz </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Beschwerdeinstanz beurteilt Beschwerden gegen Verfahrenshandlungen und gegen nicht der Berufung unterliegende Entscheide:</p><dl><dt>a. </dt><dd>der erstinstanzlichen Gerichte;</dd><dt>b. </dt><dd>der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Übertretungsstrafbehörden;</dd><dt>c. </dt><dd>des Zwangsmassnahmengerichts in den in diesem Gesetz vorgesehenen Fällen.</dd></dl><p> Bund und Kantone können die Befugnisse der Beschwerdeinstanz dem Berufungsgericht übertragen.</p></div></article>"},"art_255":{"art_id":"art_255","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_255","title":"Art. 255 Voraussetzungen im Allgemeinen","content":"<article id=\"art_255\"><a name=\"a255\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_255\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_255\" routerlink=\"./\"><b>Art. 255</b> Voraussetzungen im Allgemeinen </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Zur Aufklärung eines Verbrechens oder eines Vergehens kann eine Probe genommen und ein DNA-Profil erstellt werden von:</p><dl><dt>a. </dt><dd>der beschuldigten Person;</dd><dt>b. </dt><dd>anderen Personen, insbesondere Opfern oder Tatortberechtigten, soweit es notwendig ist, um von ihnen stammendes biologisches Material von jenem der beschuldigten Person zu unterscheiden;</dd><dt>c. </dt><dd>toten Personen;</dd><dt>d. </dt><dd>tatrelevantem biologischem Material.</dd></dl><p> Die Polizei kann anordnen:</p><dl><dt>a. </dt><dd>die nicht invasive Probenahme bei Personen;</dd><dt>b. </dt><dd>die Erstellung eines DNA-Profils von tatrelevantem biologischem Material.</dd></dl></div></article>"},"art_260":{"art_id":"art_260","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_260","title":"Art. 260 Erkennungsdienstliche Erfassung","content":"<article id=\"art_260\"><a name=\"a260\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_260\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_260\" routerlink=\"./\"><b>Art. 260</b> Erkennungsdienstliche Erfassung </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Bei der erkennungsdienstlichen Erfassung werden die Körpermerkmale einer Person festgestellt und Abdrücke von Körperteilen genommen.</p><p> Die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Gerichte, in dringenden Fällen ihre Verfahrensleitung, können die erkennungsdienstliche Erfassung anordnen.</p><p> Die erkennungsdienstliche Erfassung wird in einem schriftlichen, kurz begründeten Befehl angeordnet. In dringenden Fällen kann sie mündlich angeordnet werden, ist aber nachträglich schriftlich zu bestätigen und zu begründen.</p><p> Weigert sich die betroffene Person, sich der Anordnung der Polizei zu unterziehen, so entscheidet die Staatsanwaltschaft.</p></div></article>"},"art_382":{"art_id":"art_382","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_382","title":"Art. 382 Legitimation der übrigen Parteien","content":"<article id=\"art_382\"><a name=\"a382\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_382\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_382\" routerlink=\"./\"><b>Art. 382</b> Legitimation der übrigen Parteien </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen.</p><p> Die Privatklägerschaft kann einen Entscheid hinsichtlich der ausgesprochenen Sanktion nicht anfechten.</p><p> Nach dem Tode der beschuldigten oder verurteilten Person oder der Privatklägerschaft können die Angehörigen im Sinne von Artikel 110 Absatz 1 StGB in der Reihenfolge der Erbberechtigung ein Rechtsmittel ergreifen oder das Rechtsmittelverfahren weiterführen, soweit sie in ihren rechtlich geschützten Interessen betroffen sind.</p><div class=\"footnotes\"><p id=\"fn-d186475e13149\"> <a href=\"eli/cc/54/757_781_799/de\" routerlink=\"./\">SR <b>311.0</b></a></p></div></div></article>"},"art_393":{"art_id":"art_393","url":"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_393","title":"Art. 393 Zulässigkeit und Beschwerdegründe","content":"<article id=\"art_393\"><a name=\"a393\"></a><h6 class=\"heading\" role=\"heading\"><span class=\"display-icon\"></span><span class=\"external-link-icon\"></span><a fragment=\"#art_393\" href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2010/267/de#art_393\" routerlink=\"./\"><b>Art. 393</b> Zulässigkeit und Beschwerdegründe </a></h6><div class=\"collapseable\"> <p> Die Beschwerde ist zulässig gegen:</p><dl><dt>a. </dt><dd>die Verfügungen und die Verfahrenshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden;</dd><dt>b. </dt><dd>die Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der erstinstanzlichen Gerichte; ausgenommen sind verfahrensleitende Entscheide;</dd><dt>c. </dt><dd>die Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts in den in diesem Gesetz vorgesehenen Fällen.</dd></dl><p> Mit der Beschwerde können gerügt werden:</p><dl><dt>a. </dt><dd>Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung;</dd><dt>b. </dt><dd>die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts;</dd><dt>c. </dt><dd>Unangemessenheit.</dd></dl></div></article>"}}}],"metadata_lex_atf":[{"id":311,"title":"BGE 136 I 87","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-87%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Polizeigesetz des Kantons Zürich; Art. 5, 10, 13, 31 und 36 BV, <span class=\"artref\"><artref id=\"CH/0.101/5\" type=\"start\"></artref><artref id=\"CH/0.101/2\" type=\"start\"></artref>Art. 2, 5 und 8 EMRK</span><artref id=\"CH/0.101/5\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/0.101/8\" type=\"end\"></artref>.  <div class=\"paratf\">Allgemeine Ausführungen zum Polizeirecht: Legalitätsprinzip (E. 3.1); Grundsatz der Verhältnismässigkeit (E. 3.2); Prüfung kantonaler Normen (E. 3.3); Polizeirecht und Strafprozessrecht (E. 3.4). </div>\n<div class=\"paratf\">Schusswaffengebrauch zur Verfolgung von fliehenden Personen, die durch ein schweres Vergehen oder Verbrechen eine besondere Gefährlichkeit oder Gewaltbereitschaft manifestiert haben (E. 4). </div>\n<div class=\"paratf\">Personenkontrolle, Identitätsfeststellung und erkennungsdienstliche Massnahmen (E. 5). </div>\n<div class=\"paratf\">Polizeilicher Gewahrsam: Dauer des Gewahrsams (E. 6.3). Gerichtlicher Rechtsschutz, Erfordernis eines unmittelbaren Zugangs zu einer richterlichen Behörde (E. 6.4 und 6.5). </div>\n<div class=\"paratf\">Polizeiliche Vorführung und Zuführung als besondere Form der Amts- und Vollzugshilfe (E. 7). </div>\n<div class=\"paratf\">Überwachung des öffentlichen Raums mit technischen Geräten. Verfassungswidrigkeit der gesetzlichen Überwachungsregelung (E. 8.3) und der Ordnung der Aufbewahrung von Aufzeichnungen (E. 8.4). Überwachung im Rahmen der Strafprozessordnung (E. 8.5). </div>\n</div>"},{"id":1839,"title":"BGE 141 IV 87","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-87%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Art. 197, 255 Abs. 2 lit. a und <span class=\"artref\">Art. 260 Abs. 3 StPO</span>; hinreichender Tatverdacht bei Zwangsmassnahmen; Erstellung von DNA-Profilen; erkennungsdienstliche Erfassung.  <div class=\"paratf\">Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen erheblich und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tatverdacht für die Anordnung von Zwangsmassnahmen (<span class=\"artref\"><artref id=\"CH/312.0/196\" type=\"start\"></artref>Art. 196-298 StPO</span><artref id=\"CH/312.0/298\" type=\"end\"></artref>) begründen zu können (E. 1.3.1 und 1.4.1). </div>\n<div class=\"paratf\">Die Erstellung eines DNA-Profils ist von der Staatsanwaltschaft (oder vom Gericht) anzuordnen. <span class=\"artref\">Art. 255 StPO</span> ermöglicht nicht die routinemässige (invasive) Entnahme von DNA-Proben und deren Analyse. Die Kompetenz zur Erstellung von DNA-Profilen kann nicht durch generelle Weisungen der Generalstaatsanwaltschaft auf die Polizei übertragen werden (E. 1.3.2 und 1.4.2). </div>\n<div class=\"paratf\">Die mündliche Anordnung einer erkennungsdienstlichen Erfassung ist nur zulässig, wenn die Zwangsmassnahme unaufschiebbar ist. Abstrakte Zweckmässigkeitsüberlegungen können die gesetzlich vorgeschriebene Dringlichkeit nicht ersetzen (E. 1.3.3 und 1.4.3). </div>\n</div>"},{"id":2913,"title":"BGE 145 IV 263","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-IV-263%3Afr&lang=de&zoom=&type=show_document","content":"<div class=\"paraatf\">Erstellung eines DNA-Profils im Hinblick auf allfällige künftige Straftaten. <span class=\"artref\">Art. 10 Abs. 2, <artref id=\"CH/101/13/2\" type=\"start\"></artref>Art. 13 Abs. 2 sowie <artref id=\"CH/101/36\" type=\"start\"></artref>Art. 36 BV</span><artref id=\"CH/101/13/2\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/101/10/2\" type=\"end\"></artref>; <span class=\"artref\">Art. 197 Abs. 1, <artref id=\"CH/312.0/255/1/a\" type=\"start\"></artref>Art. 255 Abs. 1 lit. a und <artref id=\"CH/312.0/259\" type=\"start\"></artref>Art. 259 StPO</span><artref id=\"CH/312.0/255/1/a\" type=\"end\"></artref><artref id=\"CH/312.0/197/1\" type=\"end\"></artref>; Art. 1 Abs. 2 lit. a und Art. 16 DNA-Profil-Gesetz.  <div class=\"paratf\"><span class=\"artref\">Art. 255 Abs. 1 lit. a StPO</span> bildet (auch) eine gesetzliche Grundlage für die Erstellung eines DNA-Profils im Hinblick auf allfällige künftige Straftaten (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 3.3). </div>\n<div class=\"paratf\">Die Verhältnismässigkeit der Erstellung eines DNA-Profils im Hinblick auf allfällige künftige Straftaten setzt insbesondere erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür voraus, dass die beschuldigte Person in solche Delikte verwickelt sein könnte, wobei diese von einer gewissen Schwere sein müssen. Ein hinreichender Tatverdacht im Sinne von <span class=\"artref\">Art. 197 Abs. 1 StPO</span> kann und muss insoweit nicht bestehen. Er ist jedoch erforderlich hinsichtlich der Tat, die Anlass zur Probenahme oder Profilerstellung gibt (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 3.4). </div>\n</div>"}],"metadata_lex_atf_other":[{"id":18466,"title":"1B_17/2019","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=24.04.2019&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=30&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F24-04-2019-1B_17-2019&number_of_ranks=124753"},{"id":57814,"title":"1B_324/2013","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=24.01.2014&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=27&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F24-01-2014-1B_324-2013&number_of_ranks=85393"},{"id":74550,"title":"2C_257/2011","url":"https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=2&from_date=&to_date=25.10.2011&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=18&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F25-10-2011-2C_257-2011&number_of_ranks=68642"}],"metadata_lex_vs":[{"id":"312.0","law":{"systematic_id":"312.0","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/312.0","title":"Einführungsgesetz zur Schweizerischen Strafprozessordnung","abbreviation":"EGStPO"},"articles":{"art_13":{"art_id":"art_13","url":"https://lex.vs.ch/app/de/texts_of_law/312.0","title":"Art. 13 Beschwerdeinstanz","content":"<div class=\"collapse-control\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article_number\">\n<span class=\"article_symbol\">Art.</span> <span class=\"number\">13</span>\n</div>\n<div class=\"article_title\">\n<span class=\"title_text\">Beschwerdeinstanz</span>\n</div>\n</div>\n<span class=\"d-lg-none glyphicons pb-1 glyphicons-chevron-down\"></span>\n</div>\n<div class=\"collapsible\">\n<a class=\"jump-to\" name=\"t-0--t-2--t-2‐3--a-13--p-1\"></a>\n<!-- -->\n<div class=\"paragraph\">\n<span class=\"number\">1</span>\n<p>\n<span class=\"text_content\">Beschwerdeinstanz ist ein Richter des Kantonsgerichts. 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